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Ich liebe kleine Täschchen, die etwas Ordnung in mein großes Handtäschchen bringen. Vor allem hat es mir zur Zeit dieses kleine, praktische Ding für meine iphone-Kopfhörer angetan. Ich finde die Kopfhörer schnell und sie verheddern sich nicht mit anderem Kleinkram. Geschützt sind sie außerdem. Und wenn ich doch Bedenken hätte, wo sie in der Tasche landen, kann ich das Täschchen sogar an meinen Schlüsselbund hängen.
Ein super Geschenk für einen selbst oder für Freundinnen. Denn jeder kann so ein süßes Ding gebrauchen – wenn nicht für Kopfhörer, dann sicher für etwas anderes.

Die Idee habe ich bei www.dogundermydesk.com von Erin Erikson gefunden. Dort heißt das Ganze „Circle Earbud Pouch“.

So sieht das Ergebnis aus:

Titel

Was benötigt man?

  • Außenstoff in ca. 20×20 cm (Baumwolle o.ä., Maße habe ich hier großzügig gefasst, bei einem Reststoff, geht es bestimmt auch mit weniger)
  • Innenstoff in ca. 20×20 cm
  • Futter in ca. 20×12 cm (optional)
  • (Schlüssel-)Ring
  • Reißverschluss in ca. 10 cm Länge

Zeitbedarf: ca. 60 min. (für geübte Näherinnen schneller)

Material

Das kostenlose Schnittmuster von Dog under my Desk gibt es hier.

Außerdem findet ihr dort ein ausführliches englischsprachiges Tutorial. Da es nur auf Englisch ist und ich meine eigenen kleine Kniffe entdeckt habe, wie ich die Beschreibung deuten würde, schreibe ich hier knapp auf, wie ich es gemacht habe. Bei Unklarheiten könnt ihr auch wunderbar bei Erin Erikson direkt schauen.

1. Stoff zuschneiden

Entweder Original-Schnittmuster ausdrucken, ausschneiden, aufmalen.
Oder wenn man keinen Drucker hat, einfach mit einem runden Gegenstand in der gewünschten Größe einen Kreis aufmalen, bzw. den Kreis dann noch einmal halbieren (z.B. Müslischüssel, Dessertschälchen).

Stoff ausschneiden:

  • Außenstoff: 1x Kreis, 2x Halbkreis, 1x Quadrat in ca. 4×4 cm
  • Innenstoff: 1x Kreis, 2x Halbkreis
  • Futter (optional): 1x Kreis, 2x Halbkreis

01_zugeschnitten

Hinweis zum Innenfutter:
Ich habe hier mit einem Futter (3 mm Dicke) gearbeitet, wie es Erin vorschlägt. Aber im Ergebnis ist es etwas „puffig“. Wer das nicht so mag, es geht auch wunderbar ohne Innenfutter. Hab ich auch schon gemacht.

Hinweis zur Nahtzugabe:
Ich habe zusätzlich zu den Maßen eine Nahtzugabe von 7 mm dazu gegeben. Nach dem Zusammennähen musste ich aber vom vollen Kreis einiges wegschneiden. Ich vermute, es könnte auch ohne Nahtzugabe gehen, wenn man sich genau überlegt, wie eng man den Reißverschluss einnähen will. Erin gibt dazu einen Hinweis in ihrem Tutorial – aber ehrlich gesagt habe ich das nicht verstanden. Und anstelle zu rechnen und zu hoffen, habe ich einfach mit Nahtzugabe ausgeschnitten. Dann ist man auf der sicheren Seite, dass das Teil auch rund wird und kann am Ende wunderbar überschüssigen Stoff entfernen.

Von dem Futterstoff habe ich die Halb-/Kreise ohne Nahtzugabe ausgeschnitten, da mir das Material ausging. Das hat auch wunderbar funktioniert.

2. Halbkreise an Reißverschluss annähen

Zunächst legt man ein kleines Stoff-Reißverschluss-Sandwich:
– Erst einen Halbkreis des Innenfutters mit der rechten Seite nach oben
– Dann darauf den Reißverschluss ebenfalls mit der rechten Seite nach oben
– Dann einen Halbkreis des Außenstoffes mit der linken Seite nach oben und
– Dann einen Halbkreis des Innenfutters.

02_reissverschluss-auflegen

03_stoff-auflegen

Das Ganze zusammen stecken und mit einer einfachen gerade Naht zusammen nähen (entlang der Kante des Reißverschlusses).

Jetzt wird das Ganze noch einmal wiederholt:
Also die drei bereits fest genähten Halbkreise umklappen und das Ganze wiederholen mit den übrigen Halbkreisen (Innenstoff, Außenstoff, Futter)

Wenn man das Ganze auseinander faltet, sieht es nun so aus (jeweils von vorne und von hinten). Achte dabei darauf, dass der Stoff immer schön auch vom Reißverschluss schön weg gezogen ist und nicht eingeklemmt:

04_zusammen-genaht

3. Von oben absteppen

Jetzt mit einer einfachen geraden Naht rechts und links des Reißverschlusses mit ca. 2 mm Entfernung zum Reisverschluss absteppen.
Fertig ist unser Vorderteil.
Den Reißverschluss jetzt am besten in die Mitte ziehen.

4. Schlaufe vorbereiten und annähen

Zunächst das kleine Quadrat auf die Hälfte falten, dann die jeweiligen Außenkanten zur Mittelfalz, so dass das Quadrat geviertelt ist. (Ähnlich wie ein Schrägband).05_henkel-falten
Dann mit zwei einfachen, geraden Nähten absteppen, jeweils ca. 3 mm vom Rand entfernt.

06_henkel-genahet

Jetzt die Schlaufe auf die Hälfte abknicken und mit der offenen Kante auf die Außenkante des Vorderteils auf den Reißverschluss legen und quer festnähen.

Fertig sieht es so aus (seht ihr am linken Ende des Reißverschlusses die Schlaufe hoch stehen?)

07_henkel-angebracht


Wenn man einen Clipper für den Reißverschluss hat, kann man ihn hier an der Außenkante anbringen. Ich hatte keinen, da ich einen Endlosreißverschluss verwendet habe.

5. Rundes Hinterteil annähen

Jetzt das Vorderteil umdrehen (Achtung, dass der Reißverschluss in der Mitte ist, damit er nicht am Ende abgeschnitten wird) und die runden Kreise darauf legen:
– Erst Außenstoff mit links nach oben
– Futter
– Innenstoff mit rechts nach oben

08_innenfutter-auflegen

Die Teile fest stecken und nun das ganze Täschchen rundherum einmal mit einer einfachen Naht absteppen. Jetzt sind alle Teile zusammen genäht. Auf dem Bild erkennt man, dass durch die Nahtzugaben mein Vorderteil (also hier unten liegend) größer geworden ist, als das Hinterteil (hier oben liegend und kleiner). Das macht aber nichts, da man jetzt eh als Basis das kreisförmige Teil (hier der grau-weiß-gestreifte Stoff) nimmt und einmal rundherum absteppt.

Jetzt alle überschüssigen Stoff- und Reißverschlussreste abschneiden, also das Ganze quasi trimmen. Ich habe ca. 2-3 mm Überschuss gelassen.

09_innenfutter-komplett

Juchu, jetzt kann ma wenden – jetzt ist es wichtig, dass der Reißverschluss offen war, damit du den Stoff durch die Öffnung wenden kannst.

09_geschlossen

6. Von außen komplett absteppen und den Ring einsetzen

Als letzten Schritt nun noch einmal rundherum absteppen – wieder mit einfacher, gerader Naht und ca. 4 mm vom Rand entfernt. Man kann auch den Reißverschluss frei lassen und quasi nur von Reißverschluss zu Reißverschluss nähen, dann sieht es etwas ordentlicher aus. Aber einfach komplett rum geht auch. Dann ist übrigens auch innen der „Überschuss“ vom Trimmen schön versteckt.

Jetzt noch den Ring durch die Schlaufe ziehen und FERTIG!

 

Titel_ohne-text

 

Mein Fazit: easy, süß, praktisch, schnell und auch ein wunderbares Mitbringsel für Freunde.

Viel Spaß!

Falls ihr etwas nicht verstanden haben solltet, schreibt mir gern. Das war das erste kleine Nähtutorial, das ich geschrieben habe und ich wollte es auch eher als deutschsprachige Ergänzung zu Erin Eriksons schönem Tutorial anfertigen.

Weitere Ideen für ein bisschen Kreativität am Dienstag gibt es bei creadienstag.

 

Liebe Grüße
Silja