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Heute habe ich eine kleine Kreativübung für euch. Ohne Material. Für jedermann machbar. Jetzt sofort oder in einer kleinen Pause später.
Wie wäre es mit einer 15-minütigen Übung, nach der man sich erfrischt fühlt, möglicherweise ganz neue Sichtweisen entdeckt hat und nebenbei total im Hier und Jetzt war?

Das Ganze nenne ich mal die „Farben meiner Nachbarschaft“.

Dauer: 15 min.
Material: du allein + optional eine Kamera

Wie geht’s:

  • Suche dir eine Farbe aus: orange, pink, himmelblau, giftgrün, tiefschwarz, … ich habe mich für türkisgrün entschieden
  • Gehe raus auf deine Straße und mache einen kleinen Spaziergang.
  • Dabei achte auf alles, was deine gewählte Farbe hat. Suche Dinge, die deine Farbe haben.
  • Wenn du magst, fotografiere diese Dinge. Nebenbei kannst du auch noch was in Sachen Fotografie üben.

Das ist schon alles! Aber glaub, mir es ist verblüffend.

1. Man entdeckt die Nachbarschaft völlig neu

Du musst die Häuserwände anschauen, an denen du sicher schon zig mal vorbei gegangen bist, ohne sie wirklich wahrzunehmen. Man entdeckt die Nachbarschaft (und manchmal überhaupt die Häuserfassaden) völlig neu, obwohl man schon so oft durch die Straße gegangen oder gefahren ist!

2. Man trimmt das Gehirn mal auf etwas ganz Neues zu achten

Plötzlich sieht man die Farbe viel häufiger als noch in den ersten 1-2 Minuten. Das Gehirn ist darauf getrimmt, immer einen Großteil der Informationen aus unserer Umgebung auszublenden, um eine Reizüberflutung zu vermeiden. Plötzlich polen wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas Neues, was unser Gehirn in unserer Nachbarschaft bestimmt immer ausgeblendet hat.

3. Nebenbei ist es eine Achtsamkeitsübung

Man denkt nur noch an diese Farbe. Und blendet damit auch andere Gedanken aus. Welch wunderbare Pause! Wenn wir uns Gedanken machen, den Tag planen, den Wocheneinkauf oder was wir morgen auf der Arbeit alles erledigen wollen, wen wir noch anrufen müssen, etc. ständig ist unser Gehirn am Planen, abwägen, an etwas denkend. Wenn man bewusst die Aufmerksamkeit für 15 Minuten auf Farben lenkt, dann tritt das kognitive Gehirn in den Hintergrund. Die Gedanken werden leiser oder gehen ganz weg. Welch herrliche Pause! Somit ist es auch eine Achtsamkeitsübung, wie man ganz einfach mal für 15 Minuten im aktuell viel diskutierten Hier und Jetzt ist.

Und wer will, macht jetzt noch eine kreative Schreibübung draus

Und wer im Anschluss noch Zeit hat, der kann sich zu Hause hinsetzen und für 10 min. einfach etwas schreiben. Hinsetzten und einfach lossschreiben. Also die Gedanken wieder zulassen. Vielleicht hat die Beachtung der Farben etwas hervorgerufen, dass nun in den Kopf kommt.
Dieser Farbspaziergang ist nämlich auch eine Übung beim Kreativen Schreiben, die zum Beispiel Romanautoren nutzen und vor einer Schreibsession machen.

Hier sind ein paar der Bilder, die ich auf meinem Spaziergang geschossen habe.
Was habe ich zu türkisgrün gelernt bzw. was hat mich überrascht?

  • Türkis ist eine sehr populäre Farbe für Fahrräder, Vespas und Kleinwagen
  • Außerdem für Graffiti – aber da sind eh soo viele Farben am Start. Aber ich musste schon lachen, als ich um eine Ecke bog und dieses mega große Graffiti an der ganzen Häuserfront hinter einer Bushaltestelle sah, das ich vorher noch NIE bemerkt hatte.
  • Und für alles, was mit Behörden und Gesundheit zu tun hat (Parkausweis, Schönheitsklinik, etc.)

Collage-türkisgrün

 

So, und jetzt Schuhe an und raus!

Einen schönen Sonntag noch

Silja