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Frühlingswörter mit Brush Lettering schreiben

Frühlingswörter mit Brush Lettering schreiben

Was war das für ein herrliches Osterwochenende! Ich hoffe, du konntest die Frühlingssonne genießen! Wir waren mit den Jungs am See und natürlich mehrfach Eis essen. Eis essen ist eine der Ausnahmen, die wir uns trotz der sonst veganen Ernährung gönnen.

Heute habe ich mir gedacht, dass ich dir mal wieder eine Handlettering Übung zu Gute kommen lasse. Beim Handlettering Lernen ist es wichtig, dran zu bleiben – mit ganz kleinen Schritten. Dies lege ich meinen Workshop-Teilnehmern immer wieder ans Herz. Selbst wenn es nur ein Wort pro Tag ist. Manchmal habe ich abends auch nur ein paar Minuten Zeit (und Kraft), aber noch Lust (oder eben das Bedürfnis), etwas Sinnvolles zu tun, meiner Kreativität ein klein wenig Raum des Tages zu geben, da ich weiß, dass ich dann zufriedener ins Bett gehe. Dann nehme ich mir ein Linienblatt und schreibe einfach ein paar Wörter in Brush Lettering. Meist lasse ich die Wörter zu mir kommen, z.B. was an dem Tag so angefallen ist oder einfach den Wochentag, den Monat, Namen, irgendetwas. Du kannst auch nur ein einziges Wort nehemn und dieses in dein (Bullet) Journal oder deinen Kalender am Abend schreiben. Hauptsache in kleinen Schritten dran blieben. Dann wirst du Stück für Stück Wort für Wort immer besser und kannst im Nu Sprüche, Karten, Etiketten oder andere kleine Schriftstücke selbst gestalten.

Um es dir noch leichter zu machen, habe ich dir ein paar Seiten Beispielwörter zusammen gestellt. Du kannst dir diese Bilder einfach ausdrucken und mit einem Brush Pen (Pinselstift) die grauen Wörter nachschreiben und daneben noch einmal frei üben.

Die Beispielwörter sind teilweise universell nutzbar, wie z.B. Alles Gute oder Happy Birthday, oder sie haben einen Frühlingsbezug wie z.B. “Danke Mama” (Muttertag kommt bald… ;.-)) oder “Tanz in den Mai”. Manches sind auch Wörter, die man gut für Sprüche nehmen kann, wie z.B. “lebe liebe lache”. Ach, schau es dir einfach an! Ich hoffe, du bekommst Lust gleich los zu schreiben.

In meinem Newsletter habe ich zu diesem Thema ein kleines Übungsheft verschickt. Hier habe ich neben diesen Beispielwort-Seiten noch ein Brush Lettering Alphabet hinzu gepackt, ein paar Seiten zu “Faux Calligraphy”, also falscher Kalligraphie, einer Technik, wie man den Brush Lettering Effekt auch mit einem normalen Stift erzielen kann sowie einige Linienblätter.

Wenn du Lust hast, solche kleinen freien Give-Aways zu erhalten, melde dich gerne für den Newsletter “Kreative Teilchen & Beschleuniger” an. Entweder ein Fenster müsste hier auf der Seite schon aufgepoppt sein, oder du erreichst das Anmeldefeld über diesen Link:

Anmelden kann man sich unter diesem Link (etwas warten, das Fenster öffnet sich nach 20 Sekunden). Danke!

Hab ein wunderbares Wochenende und gönn deiner kreativen Seite eine kleine Runde Handlettering!

Deine Silja

7 schnelle Tipps für eine schönere Handschrift

7 schnelle Tipps für eine schönere Handschrift

Glaubst du vielleicht, du hast keine schöne Schrift? Ich glaube das nicht! Ich glaube vielmehr, du bist entweder sehr kritisch mit dir selbst bist, oder dass du deine Handschrift mit deiner Notizschrift verwechselst.

Ich unterscheide gerne zwischen der Handschrift und der Notizschrift. Mit Notizschrift meine ich die Schrift, mit der du dir den Tag über Sachen notierst. Meist sind es Notizen eines Telefonats, Mitschriften bei einem Termin oder der gute Einkaufszettel. Allen gemein ist, dass du sie zum einen nur für dich selbst schreibst und zum anderen, dass du sie meist unter Zeitdruck schreibst. 

Genau genommen notierst du nur deine Gedanken, du schreibst keinen Text. 

Wenn du nur für dich schreibst, wirst du sofort „schlampiger“ schreiben als wenn du für die Augen jemand anderes schreibst. Zumindest wenn du es gut mit deiner Leserin oder dem Leser meinst, denn dann wirst du berücksichtigen, dass sie oder er deine Schrift nicht per se so einverleibt haben wie du und dein Auge. Deine eigene Schrift kannst du immer erkennen und lesen. Du kennst sie so gut, und du warst ja selbst dabei, als aus dem Gedanken in deinem Kopf diese Wörter auf dem Papier wurden. Dein Gedächtnis hilft beim Lesen zusätzlich. Für einen Fremden sind deine Gedanken dagegen völlig neu.

Hinzu kommt der Zeitdruck. Unter Zeitdruck schreiben heißt automatisch ebenfalls unleserlicher schreiben. Für die Lesbarkeit sind einige Faktoren besonders wichtig: zum Beispiel dass gleiche Buchstaben gleich aussehen oder dass die Buchstaben und Wörter ausreichend Abstand genießen. So etwas leidet unter Zeitdruck immens. 

Kann es sein, dass du meistens Dinge nur notierst, statt sie zu schreiben? 

Das Gute daran: wenn deine Notizschrift eher unleserlich wirkt, ist nichts verloren! Wenn du das nächste Mal eine Karte – vielleicht eine Osterkarte? – schreibst, schreibe mit deiner Handschrift! 

Hier habe ich 7 schnelle Tipps, wie du von deiner Notizschrift zu einer schönen Handschrift kommst.

1. Nimm dir Zeit

Zunächst die Zeit. Nimm dir (mehr) Zeit zum Schreiben. Schreibe schlicht langsamer. Konzentriere dich auf die Linien und Schwünge. 

Es hilft sogar, wenn du ruhige Musik laufen lässt. Entspanne dich vor dem Schreiben und nimm das Tempo raus. Wirklich, schreibe langsam, sage dir immer wieder „Lang-sam“.

2. Forme konsistente Buchstaben

Das Zweite ist Konsistenz. Wir empfinden eine Schrift als ästhetisch, wenn sich die Elemente wiederholen. Jeden Buchstaben kannst du dir als ein Konstrukt aus verschiedenen Bausteinen vorstellen. Es gibt, Linien, Kreise und Schlaufen. Schau, dass die gleiche Elemente, z.B. die Schwünge beim „l“, „f“ und „b“, in etwa gleichmäßig geformt sind.

3. Benutze Hilfslinien

Lege dir ein Linienblatt unter, wenn es geht. Oder ziehe dir zumindest mit einem Bleistift die Grundlinie, auf der die Buchstaben „sitzen“ sollen, und noch eine Kopflinie, bis zu der alle Schlaufen und langen Aufstriche hoch ragen. 

So entsteht direkt ein ordentlicheres Bild, weil alle Buchstaben gleich hoch sind und auf der gleichen Linie aufsetzen.

4. Schreibe den Text vor und mache eine Aufwärmübung

Schreibe dir den Text, den du z.B. auf die Karte schreiben möchtest, unbedingt vor. Ja, es dauert auch wieder ein wenig Zeit. Aber es lohnt sich. Denn wenn du nicht über den Text, den du schreiben möchtest, während des Schreibens nachdenken musst, kann sich dieser (linke) Teil deines Gehirns zurück ziehen und dem (rechten) Teil, der für das Visuelle zuständig ist, den Raum geben, damit dieser sich darauf konzentrieren kann, die Buchstaben schön gleichmäßig zu formen. 

Wenn du beides gleichzeitig machst, kannst du dich schlicht weniger darauf konzentrieren schön zu schreiben.

Du kannst auch einzelne Wörter üben. Zum Beispiel für die Anrede oder wenn du vorne auf die Karte noch ein „Frohe Ostern“ oder Ähnliches schreiben möchtest. Schreibe die Wörter einige Male vor, dann werden die Schwünge beim „richtigen“ Schreiben viel runder.

Außerdem kannst du generell Aufwärmungen machen. Das ist kein Witz! Auch das Schreiben ist eine (wenn auch kleine) Muskelübung deiner Hand. Wenn du die Muskeln vorher aufwärmst und die Schwünge, Schlaufen und Striche kurz übst, dann gehen sie ebenfalls leichter, einheitlicher und gleichmäßiger von der Hand. 

Insbesondere solltest du eine Aufwärmung machen, wenn du mit einem besonderen Stift schreibst, z.B. einem Brush Pen oder Pinselstift. So kannst du dich an die Spitze des Stiftes gewöhnen und z.B. den Tintenfluss „warm schreiben“.

5. Nimm besondere Buchstaben als Vorbild

Wenn du ein Fan von schönen Schriften bist, kannst du dir auch eine Schrift heraussuchen und davon einzelne Elemente kopieren. Zum Beispiel die Großbuchstaben oder eine besondere Schlaufe für alle kleinen „g“, „j“, „y“-Buchstaben. So ein kleiner Twist zu deiner „normalen“ Schrift macht schon total viel her. 

Hier habe ich ein Beispielalphabet in Schreibschrift für dich als Inspiration.

6. Benutze schönes Material – deinen Lieblingsstift und glattes Papier

Nimm dir schönes Material, mit dem es dir Spaß bringt zu Schreiben. 

Wenn du schon anfängst und dich darüber ärgerst, dass der Stift einseitig abgeschrieben ist oder schon erste Zeichen zeigt, dass er bald leer sein wird, dann wirst du auch direkt wenig Lust haben auf das Schreiben. Obendrein ist bei einem abgeschriebenen Stift es wahrscheinlich, dass auch die Linien an sich tatsächlich ausreißen oder unterschiedlich dick sein werden – und nicht in einer schönen, konsistenten Art. 

Suche dir also einen besonders schönen Stift, mit dem du gerne schreibst. 

Außerdem sollte das Papier möglichst glatt sein, damit der Stift schön darüber gleitet. Auch dies hilft, damit die Handschrift ebenmäßig und hübsch aussehen wird. 

7. Übe – am besten jeden Tag mit viel Freude und schöner Musik

Der letzte Tipp für eine schönere Handschrift ist üben. 

Wir schreiben heute viel seltener mit der Hand als noch vor 10 oder 15 Jahren. Wie schon gesagt, mit der Hand schreiben ist auch eine Muskelarbeit des Körpers. Wenn man dies selten tut, verlernt der Körper die Bewegung und wird steifer. Übung hält die Hand frisch, könnte man sagen. 

Das Schöne beim Üben der Handschrift, oder des Handlettering, ist, dass das Üben wirklich Spaß bringen kann. Lege dir schöne Musik ein, setze sich an einen schönen Platz. 

Nimm dir vor, es jeden Abend für nur fünf Minuten zu machen. Oder am Morgen beim ersten Kaffee. Oder nimm dir ein Wort pro Tag vor, das du z.B. in deinen Kalender oder dein Journal schreibst. Das kann der Name des Wochentages sein oder ein Erlebnis des Tages. 

Nur ein Wort in Schönschrift pro Tag, das sind 365 schön geschriebene Wörter in einem Jahr. Das ist quasi eine ganze Kurzgeschichte! Und jeden Tag bleibt deine Hand dran gewöhnt. 

 

So, das sind meine 7 Tipps für eine schönere Handschrift. Lass mich hören, ob du noch mehr Tipps hast oder wie sie dir gefallen.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim schön Schreiben! 

Liebste Greetz

Deine

Silja

Zeichnen braucht kein Talent

Zeichnen braucht kein Talent

Kennst du das Gefühl, dass die Jahre immer schneller an dir vorbei ziehen? Ist dein Tag voll gestopft? Jeder Tag? Hast du keine Zeit, jetzt fünfmal tief durchzuatmen und vielleicht für ein paar Minuten einfach nur aus dem Fenster zu schauen? Und denkst du manchmal “Ich hab gar keine Zeit FÜR MICH”?

Dann habe ich noch eine Sache für deine To-Do-Liste: kreativ sein!

Ja, genau, gerade das! 

Mach doch mal “kunst”

Ganz ähnlich beginnt Danny Gregory’s Buch „Art Before Breakfast“ (Chronicle Books Verlag). „Make art“ (mache Kunst) setzt er auf die To-Do-Liste und beschreibt dabei, dass es sich um „art“ mit einem kleinen „a“ handelt, nicht um diese ominöse große elitäre Kunst für Museen und Ausstellungen. Sondern bescheidenere „kunst“ für jeden. 

Ich sage gern „Kunst ist, wenn es Spaß bringt“. Damit meine ich das „Kreativ Sein“ an sich, dieser Prozess, in dem man etwas erschafft, wo vorher noch nichts oder eben etwas anderes war. Zum Beispiel war da erst ein weißes Blatt und dann eine Zeichnung von Blumen oder Kätzchen, die dir ein Lächeln die Lippen zaubern.

Das Spannende ist dabei das Gefühl, das man hat, während man „kreativ ist“ oder „kunst macht“. Ich habe mich mit vielen Leuten über dieses Thema unterhalten. Manche sagen, sie seien beim Malen, beim Werken mit Holz oder beim Aquarellieren so angenehm „hoch konzentriert“ und würden mitunter die Zeit völlig vergessen. Dann wären sie „ganz bei sich“. Andere sagen, dass sie dabei „reines Glück“ empfinden oder Freude. 

Jeder hat dafür seine eigenen Worte, und bei jedem äußert sich dieses Gefühl etwas anders. Aber alle sagen, dass es ein ganz besonderes Gefühl ist. 

Wie fühlt es sich bei dir an, wenn du etwas Kreatives tust?

Freude, Flow, Glück, Spaß, Ruhe, Gelassenheit, Konzentration?

Danny Gregory gibt seinem Buch eine Menge an Inspirationen für Zeichenübungen und wie man solch eine kreative Gewohnheit im stressigen Alltag einbauen kann. Eine schöne Übung in Anlehnung an einige aus diesem Buch möchte ich dir heute ans Herz legen. 

3 Minuten grundlegende Zeichenlektion

Diese Übung wird dir eine grundlegende Lektion des Zeichnens zeigen. Sie dauert nur wenige, vielleicht drei bis fünf Minuten! Du kannst sie irgendwo in den nächsten Tagen einbauen oder jetzt sofort einmal ausprobieren. Höchstwahrscheinlich wirst du bei der Übung sogar kurz in dieses Gefühl der Freude, der Konzentration und des „bei dir Seins“ kommen.

Du brauchst:

  • Ein Blatt weißes Papier
  • Einen schwarzen Stift
  1. Fange jetzt an oder setze dir eine bestimmte Zeit, zu der du diese Übung machen wirst (z.B. „morgens vor dem Frühstück“ wie Danny es vorschlägt, aber es geht genauso: in der nächsten Mittagspause, abends, wenn die Kinder heute Abend schlafen (aber dann sofort, bevor du anfängst die Wohnung aufzuräumen! ;-))
  2. Nimm dir einige (ca. 3-5) Objekte aus deinem Badezimmerschrank oder von deinem Schreibtisch und arrangiere sie ein wenig auf einem Untergrund (ein Tablett oder dem Tisch). Du kannst auch Obst oder Gemüse nehmen.
  3. Du denkst jetzt wahrscheinlich, „oh nein, so etwas kann ich doch nicht zeichnen“… Musst du auch nicht! Nein, wir zeichnen heute nur die Zwischenräume. Du beginnst mit dem Rand des Tabletts oder des Tisches, um dem Ganzen einen Rahmen zu geben. Dann schau dir an, wo sind die Flächen, auf denen du z.B. die Tischfläche noch sieht. Male jetzt nur die Zwischenräume. 

 

Fertig? Und? Was hast du gemerkt?

Was bringt diese Übung? 

Diese Übung zeigt, dass der zentrale Faktor beim Zeichnen das Sehen ist. Genau, es ist nicht deine Linie, die du ziehst, sondern das genauen Ansehen deines Motivs. Danach folgt die Übertragung dessen, was du siehst auf deine Hand. Hand-Auge-Koordination nennt man das. 

Das Problem beim Zeichnen ist oft, dass wir mit dem Kopf malen. D.h. dass wir bestimmte Dinge gelernt haben, und diese automatisch auf das Blatt bringen. Wenn du z.B. einen Becher malst, der vor dir auf dem Tisch steht, wirst du ihn wahrscheinlich fast kreisrund malen wollen, weil du ja weißt, dass der Becher kreisrund ist. Wenn du genau hinSIEHST, wirst du sehen, dass er vor dir eine ovale Grundfläche haben wird, je nachdem, aus welchem Winkel du auf ihn schaust.

Dies üben wir, indem wir nicht die Objekte ansehen und zeichnen, sondern die Zwischenräume. 

Tatsächlich sind die Zwischenräume ein wichtiges Gestaltungs- und Kompositionselement für Künstler und Designer. Sie sind kein leerer Raum, sondern das Gegengewicht zu Objekten. Ein Objekt wirkt anders, je nachdem wieviel Raum es um sich hat. 

Dies setzten Künstler ganz gezielt in der Komposition ein und sehen sich die Leerräume genauso an wie die Objekte, die sie arrangieren. 

Beim Zeichnen von Objekten oder Porträts nutzt das Sehen auch. Denn im Prinzip geht es „nur“ darum, möglichst genau zu beobachten, wo die Linien verlaufen, die man auf dem Papier wiedergibt. So zum Beispiel auch bei einem Haus. Wo sind die Fensterrahmen, der Sims, die Kante des Glases, wo läuft die Linie des Randes der Gardine in dem Fenster hinab, usw. Je genauer man hinsieht, desto detaillierter und realistischer wird das Objekt werden. 

Wenn du Lust hast, mehr zu zeichnen, besuche doch einfach meine Seite mit “Zeichnen lernen im Doodle Stil” – Dort findest du ganz viele einfache Übungen für nur ein paar Minuten zeichnen. Setze dir “zeichnen” oder “kunst machen” auf deine To-Do-Liste – für 7 Tage. Und dann schauen wir mal weiter. Komm gerne wieder hier vorbei, wenn du eine neue Inspiration suchst.

Liebe Greetz

Silja

Wie neue Ideen entstehen (mit Übung)

Wie neue Ideen entstehen (mit Übung)

Bist du kreativ?
Auf einer Skala von 1 bis 10, wo würdest du dich sehen? Und wie kreativ wärst du gerne? Wärst du gern kreatiVER?

Was ist eigentlich “kreativ”?

Will Gompertz erklärt in seinem Buch „Think Like an Artist“, wie Ideen im Gehirn entstehen: Ideen werden erzeugt, indem das Gehirn zwei zufällige Elemente auf eine neue Art kombiniert. Dies sind meist zunächst als ungewöhnlich empfundene Kombinationen aus Altem und Neuen. Hierdurch können originelle Ideen entstehen. Ideen mit „origin“, also Herkunft. Ob die Idee qualitativ gut oder weniger gut ist, ist zunächst einmal zweitrangig. Ideen entstehen aus einer ungewöhnlichen, neuartigen Kombination.

Zu einer wirklich innovativen oder „bahnbrechenden“ Idee kommt es zumeist durch einen sehr krassen Bruch oder Umsturz von bis dato allgemeingültig akzeptierten Tatsachen oder Denkweisen.
Ein Beispiel: Die Dienstleistung „mit dem Auto von A nach B gefahren werden“ (Taxi fahren) ist altbekannt. Aber „Uber“ schafft es, ein völlig neues Geschäftsmodell daraus zu machen. „Uber“ kombiniert Altes (mit dem Auto von A nach B gefahren werden) mit Neuem: einer modernen App, der Nutzung von neuerdings verfügbaren Geo-Daten und die Verbreitung von Online-Bezahldiensten. Heraus gekommen ist ein Fahrdienst, der den bestehenden Unternehmen der Taxi-Branche und der Politik viel Angst macht.

Kommen wir zurück zur Kunst. Auch Ideen für Motive funktionieren so: man kombiniert etwas und macht daraus etwas Neues. Eine sehr schlichte Herangehensweise, aber genau so handeln Kreative und Künstler.
Das muss gar nicht bewusst sein. Wenn man offen für Neues ist oder für Inspirationen, geht man durch den Tag und nimmt genauer wahr, was einem gefällt oder zum Nachdenken anregt. Das Gehirn speichert dies ab, und wenn man vor einem leeren Blatt sitzt, kann es sein, dass das Unterbewusstsein genau eine solche Inspiration mit in den Topf wirft.

Genauso kann man dies auch bewusst provozieren. In einem Marketingseminar sollten wir einmal neue Produktideen in sehr kurzer Zeit an unterschiedlichen Stationen entwerfen. An jeder Station lagen irgendwelche Dinge oder Geräte. Eine Fernbedienung, ein Kuscheltier, Lego-Steine, eine Zuckerdose, u.v.m. Jeder musste einen Gegenstand in die Hand nehmen und dann eine Idee für “unser” Produkt sagen. Diese Gegenstände führten zu völlig neuen Kombinationen. “Es wäre doch cool, wenn an dem Produkt Knöpfe wären, um …” oder “wie kann man es geschmeidiger machen, damit es in der Hand liegt wie ein Kuscheltier”. Und jetzt wieder in Kombination zu etwas Neuem: suche dir wahllos fünf Gegenstände aus deiner Wohnung zusammen und überlege dir, was man von diesen lernen könnte, um einen Adventskalender zu machen.????
Und noch eine Übung mit Stift und Papier habe ich für dich. Sie dauert nur fünf oder zehn Minuten, je nachdem, wie viel Zeit du dir nehmen willst.

Eine super Kreativitätsübung “30 Circles”

Man nimmt ein weißes Blatt und zeichnet darauf 30 Kreise, also z.B. fünf horizontal und sechs Reihen vertikal. Wem die Kreise frei Hand nicht gefallen, der kann ein kleines Glas o.Ä. als Schablone nutzen.


(Dieses Bild gibt es hier als PDF zum Herunterladen: 30 Cirlces Vorlage.)

Jetzt beginnst du, in jeden Kreis ein anderes Muster zu zeichnen.

Das ist im Prinzip schon alles. Du wirst merken, dass die ersten Kreise noch ganz einfach sind, dass du dann nach neuen Mustern suchen wirst, was etwas schwieriger wird. Und dann wird es plötzlich wieder leichter… ! (Ausprobieren!)
Wenn du Lust hast, kannst du auch einen Timer aus z.B. 10 Minuten stellen, um dich zu zwingen, schnell mit neuen Ideen aufzukommen.

Eine weitere Variation ist, das Ganze noch unter ein Thema zu stellen, z.B. Weihnachten, Tiere, Deine Stadt oder dein zu Hause. Lauf durch deine Wohnung und male Muster ab, die du entdeckst oder lass dich zu neuen inspirieren.
Hier habe ich angefangen, diese 16 Kreise mit meinen Lieblingsmustern und anderen, die sich einfach ergeben haben, zu füllen.

Noch eine Variation ist, statt Kreisen andere Formen zu nehmen, z.B. Herzen oder wie ich hier: Kürbisse. Passend zum Herbst und zu Halloween. Dabei habe ich wiederum nicht jeden Kürbis mit nur einem Muster versehen, sondern mit verschiedenen Doodles gestaltet.
Auch dieses Bild ist im Grunde eine Abwandlung der “30 Circles” Übung.

Hach, es gibt so viele Möglichkeiten, was man aus dieser ganz einfachen Übung „30 Circles“ machen kann!
Wenn du Lust hast, selbst die Kürbisse auszufüllen, kannst du dieses Bild dir hier als Vorlage ausdrucken.

:

Egal welche Variante du ausprobierst, jede fordert das Gehirn auf „neue Kombinationen“ zu entwickeln. Dabei wird es dir Musterideen präsentieren aus deiner Kindheit oder aus deinem Kleiderschrank. Oder dir werden Muster einfallen, die du wiederum zu neuen Mustern kombinieren kannst. Oder vielleicht kommen dir auch z.B. Weihnachtselemente in den Sinn. All so etwas ist eine neuartige, erzwungene Kombination von Bestehendem zu etwas Neuem.
In jedem Fall gilt: so wie dein Bild der 30 Kreise am Ende aussieht, so hat es mit 100-prozentiger Sicherheit bei noch keinem Menschen der Welt ausgesehen.

Viel Spaß!

Happy Herbst! Bei uns steht sogar heute erst die Halloween-Kinder-Party an! 🙂

Silja

7 tägliche Rituale für entspannte Weihnachtstage

7 tägliche Rituale für entspannte Weihnachtstage

Ging es euch auch so und die letzten Wochen sind einfach nur so dahin geflogen? Es ist Zeit inne zu halten, einmal kurz zu stoppen, sonst verfliegen auch die Feiertage. Hier schreibe ich, wie ich das konkret machen möchte und warum.

Immerhin waren wir Ende November mehr zufällig auf einem Bauernhof bei Köln und nahmen spontan einen Weihnachtsbaum schon mal mit. Danach setzte bei meinem Sohn ein reges Pochen ein, den Baum draußen mit Lichtern zu schmücken, den Adventskalender aufzuhängen und einen Kranz mit Kerzen aufzustellen, so dass wir mit allem doch vor dem 1. Dezember fertig waren.

Aber danach? Die Tage verflogen nur so. Okay, das lag bei mir auch an den schönen Handlettering-Workshops, die ich durchgeführt habe – natürlich obendrauf zu Job, Familie, meiner Zeichenroutine, etc. Trotzdem war es irgendwie weihnachtlich, aber langsam war’s nicht. *lach*

Jetzt ist schon der 20. Dezember. Die zwei steht vorn und es ist noch “viermal schlafen”!

Für die Feiertage habe ich mir daher mehr Muße, Gelassenheit und inne Halten vorgenommen. Das geht, man muss sich nur dessen bewusst werden, wie man die Tage gestalten und annehmen möchte.

Die 7 Rituale für entspannte Weihnachtstage

Ich habe mir folgende 7 kleine Rituale überlegt, die ich glaube, in jeden Feiertagsalltag einbauen zu können. Ich weiß nämlich auch schon wie!

  1. Die erste Stunde zählt! Einen gelassenen Start in den Tag – auch mit meinen Jungs
  2. Eine Meditation pro Tag
  3. Ein Weihnachtsjournal in meinem Skizzenheft
  4. Nicht überessen und achtsam das Festtagsessen genießen
  5. Jeden Tag raus an die frische Luft und wenn es geht sogar laufen
  6. Mitgefühl und Dankbarkeit
  7. Kreativprojekte mit den Jungs

Wie soll das gehen? Zentral ist der Start in den Tag.

1 Die erste Stunde zählt! Ein gelassener Start in den Tag – auch mit meinen Jungs

Sobald der Tag startet, ist es einfach, sich in Gewohnheiten zu verlieren, zum Beispiel am Handy die Nachrichten zu lesen oder E-Mails. Es kann schnell passieren, dass der Tag dahin gleitet, während du dich von einer kleinen Tätigkeit zur nächsten treiben lässt – gerade an solchen Feiertagen, an denen man ganz bewusst keine Termine macht.

Aber dennoch kann es am Ende des Tages unbefriedigend sein, wenn man sich so hat treiben lassen. Was mir dabei hilft, dass es in jedem Fall ein bewusster Tag wird, an dem ich auch Zeit für mich gefunden habe, ist der ersten Stunde besondere Beachtung zu schenken.

Wenn ich gleich am Morgen zwei oder drei Dinge tue, von denen ich weiß, dass sie mir gut tun, zehre ich den ganzen Tag davon.

Solche kleinen Dinge können sein:

  • Meditieren
  • Zeichnen oder Handlettering
  • Lesen (z.B. meine Lieblingszeitschrift “Flow”)
  • Sportübungen
  • einen Tagesplan schreiben (was sind die wichtigsten drei Dinge, die ich erledigen oder erleben will)

Für die Weihnachtstage habe ich mir Folgendes vorgenommen – und das alles muss mit meinen Jungs vereinbar sein, denn ich werde immer recht früh zusammen mit ihnen aufstehen.

  • Zeichnen

Ich werde in meinem Skizzenbuch ein Kapitel anfangen: Weihnachten 2017 und dann auf den folgenden Seiten kleine Zeichnungen zu den Eindrücken der Tage machen. Ein kleines mini-art-journal der Tage. Wenn ich abends schon für die Jungs ebenfalls Malsachen zurecht lege, weiß ich, dass sie morgens relativ schnell einmal den Malsachen ihre Aufmerksamkeit schenken. Wenn ich dann schnell auch mein Skizzenbuch zücke, habe ich zumindest 5-10 Minuten zum Zeichnen. Außerdem, wenn das Skizzenbuch eh irgendwo griffbereit mit Stiften liegt und ich schon morgens angefangen habe, etwas zu zeichnen, fällt es mir ganz automatisch mehrmals am Tag wieder in die Hände.

  • Lesen

Ok, ernsthaft, etwas für mich lesen wird morgens mit den Jungs nichts. Aber ich kann ja morgens direkt den Jungs etwas vorlesen. Das ist zwar ein anderes Gefühl, aber wenn ich mit den Jungs entspannt etwas lese, gefällt ihnen das bestimmt. Wir haben dieses Jahr noch gar nicht alle Geschichten aus “Astrid Lindgrens Weihnachtsbuch” gelesen. Das lege ich ebenfalls schon am Vorabend für den Morgen zurecht.

  • Sich der drei wichtigsten Dinge für den Tag bewusst werden

Während des Spielens mit den Jungs am Morgen kann ich mir Gedanken machen, welches die drei wichtigsten Dinge für mich an dem jeweiligen Tag sind. Was will ich heute an diesem Weihnachtstag erleben oder machen? Am besten notiere ich sie in den Notizen meines Handys, damit sie greifbarer sind und ich abends schauen kann, ob es geklappt hat. Das gibt dann wiederum ein gutes Gefühl, dass man das erreicht oder erlebt hat, was man an diesem Tag vorhatte. Ich kann dazu auch meinen Sohn fragen, was er sich denn für den Tag wünscht. Ich bin gespannt, vielleicht ergeben sich ja so noch neue Aktivitäten für die Tage.

Wenn ich diese drei Dinge morgens mit den Jungs zusammen schaffe, dann wäre das ein perfekter Start in einen Weihnachtstag.

2 Einmal meditieren pro Tag

Tja, das wird schon schwieriger mit den Jungs zusammen. Aber mein Mann und ich sind weiterhin total begeistert von der App “Headspace“. An Weihnachten habe ich mir vorgenommen, wieder neu zu starten. Am besten sollte man sich eine feste Zeit für so etwas nehmen. Ich sage mir, immer dann, wenn der kleine Mann seinen Mittagsschlaf hält. Dann kann der Große auch mal kurz alleine spielen und ich klinke mich für 10 Minuten aus.

3 Ein Weihnachtsjournal in meinem Skizzenheft

Easy… das habe ich ja schon in der ersten Stunde mit angefangen. Jetzt heißt es, das Skizzenheft einfach immer im weihnachtlichen Wohnzimmer liegen haben, dann ergeben sich sicher immer wieder Minuten, in denen Zeit für eine kleine Skizze ist.

Was ich an meiner Zeichenroutine, die ich seit September 2016 durchführe, gelernt habe: vergiss den Anspruch, dass eine Zeichnung immer fertig werden muss. Siehe lieber die paar Minuten zeichnen für sich als das Ziel an. Zeichne einfach so weit, wie du kommst in der Zeit, die du hast. Dann ist der Angang viel leichter, denn es ist nicht eine halbe Stunde gleich geblockt, sondern es können einfach ein paar Minuten sein. Und ehrlich, wer checkt nicht auch mal seine Mails und Whatsapp Nachrichten für fünf Minuten?

Ist es da nicht viel schöner, eine Zeichnung zu machen? Dann hat man etwas Bleibendes in der Hand. Und obendrein, meine Jungs lieben das Malen auch so sehr – glaube ich – weil sie immer mich malen sehen.

4 Nicht überessen und achtsam das Festtagsessen genießen

Oh ja, großes Thema an Weihnachten: das Essen. Ist ja auch wichtig, wunderschön, gesellig und lecker! Aber mir ergeht es oft so, dass ich spätestens am zweiten Weihnachtstag mich träge und schwer fühle und mich dieses schlechte Gewissen plagt, dass irgenwie alles zuviel war und wir mehr am Essenstisch saßen, als auf den Beinen zu sein.

Also folgender Plan: ich esse bei jedem Festmahl ganz bewusst. Vielleicht lade ich mir erst nur einen hübsch angerichteten halben Teller voll und nehme dann noch einmal nach. Ich esse langsam und lass es mir ganz bewusst schmecken. Dann schätze ich das Essen auch viel mehr.

Außerdem: nur essen, wenn wir alle essen und nicht zwischendurch naschen. Das heißt, der leckere Stollen und Kuchen am Nachmittag geht klar, aber die ganze Schokolade zwischendurch muss ja nicht sein… *zwinker*

5 Jeden Tag raus an die frische Luft und wenn es geht sogar laufen

Nach dem Essen immer raus an die frische Luft! Oder zumindest einmal am Tag. Einen Spaziergang zum Beispiel, dann kann man auch über die Tage und das Jahresende mit der Familie reden. Ich werde manchmal am Ende der Feiertage ganz wahnsinnig, weil man sich so wenig bewegt hat. Während der Tage nicht, nein. Da lasse ich mich treiben und genieße die Gesellschaft der anderen. Einfach auf dem Sofa zu sitzen und zu quatschen ist doch super. Aber nach ein paar Tagen kommt genau diese Schwere, die ich schon beschrieben habe.

Also vorbeugen und immer direkt nach dem Frühstück das erste Mal raus. Noch besser: joggen gehen mit meinem Mann und den Kids im Jogger-Wagen.

6 Mitgefühl und Dankbarkeit

Dieser Punkt ist eine Sache der Einstellung, keine Tätigkeit an sich. Gerade in den Weihnachtstagen treffen oft ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander und kollidieren nicht selten in ähm… etwas lauteren Diskussionen, sag ich mal.

Mitgefühl bedeutet sich in andere einfühlen. Jeder hat seine Geschichte, seine Meinung, seine Wünsche. “Der Mensch ist einfach liebenswert und rührselig”, sagte ein Schweizer Professor einmal in einem Seminar. Jeder Mensch will einfach nur Respekt, Aufmerksamkeit und Liebe. Von ganz klein bis ganz groß. Und wir mittendrin. Wenn jeder sich bewusst ist, dass ein anderer einfach aus seinen Wünschen so handelt, wie er es tut, und dass jeder von uns von eigenen Unsicherheiten geplagt wird, fällt es viel leichter, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.

Dankbarkeit brauche ich nicht zu erklären, höchstens vielleicht, warum ich es hier extra aufführe. Ich spreche jeden Abend ein paar Worte zu mir, worüber ich dankbar bin. Das hilft mir, mich einzunorden und bewusst zu werden, wie gut und schön ich es habe. Gerade an Weihnachten, wenn das Jahr zu Ende geht, sollten wir besonders in uns gehen und uns bewusst machen, was wir haben. Wie gut es uns geht. Dass wir in Frieden leben, genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf, unsere Familien und Freunde. Hach, die Liste ist doch ellenlang!

Auf jeden Fall möchte ich diese Weihnachtsfeiertage auch unter das Motto “Dankbarkeit” stellen und mir mehrmal am Tag – vielleicht auch in meinem Art Journal – dessen bewusst werden.

7 Kreativprojekte mit den Jungs

Zu guter Letzt…. ich bastele ja total gerne und deswegen meine Jungs auch. Außerdem sehe ich das, als wertvolle Zeit mit meinen Jungs an. Sie genießen meine Aufmerksamkeit, dass sie etwas Neues machen oder lernen und sind am Ende bolle-stolz auf das, was wir gemacht haben. Zumindest der Große, der Kleine versteht’s noch nicht so, ist aber trotzdem mit Leidenschaft dabei. “Ich au” ist ja eh eins seiner derzeitigen Lieblingswörter.

An den Weihnachtstagen ist man ja eh auch viel zu Hause… warum also nicht konkret ein paar Kreativprojekte planen? Mit “planen” meine ich, dass ich eine ungefähre Idee habe, was wir machen könnten und entsprechende Bastelsachen (Schere, Kleber, Papier) zurecht lege. Außerdem hätten wir dann im Zweifelsfall auch gleich eine Aktivität für die erste Stunde am Morgen. Also, Bastelbücher, Blogs und Pinterest werden heute Abend noch einmal kurz (!) konsultiert und drei (mehr nicht) einfache Kinder-Bastelprojekte ausgesucht. Dabei lasse ich alles Fünfe gerade sein und suche nicht das “Beste”, “Tollste” irgendetwas Projekt, sondern einfach nur eines, das altersgemäß für meine Kids ist und am besten keine anderen Materialien als die oben genannten braucht, die ich eh zu Hause habe.

Das ist doch mal ein Plan, oder?

Das weihnachtliche Art Journal präsentiere ich euch hier im Januar oder auf Instagram schon davor.

Ich wünsche euch entspannte Weihnachtstage!

Liebste Greetz

Silja

Eine kleine Dankeskarte

Eine kleine Dankeskarte

Ich wollte einfach mal Danke sagen. Und das sage ich natürlich nicht mit Worten, sondern mit kleinen Zeichnungen. Auf einer Karte, wo sonst. Und hier zeige ich euch, wie einfach das gehen kann. Denn es gibt immer jemanden, der uns gerade mal geholfen hat, zur Seite stand, ein gutes Wort gegeben hat. Aber das vergesse ich manchmal im Alltag zu sagen. Deswegen hilft so eine Karte, es sich bewusst zu machen und dann demjenigen zu sagen. Also zu geben. Die Karte. Was sonst?

Eine liebevolle Dankeskarte für jemand Besonderes

Es gibt einen Menschen, dem ich schon länger nicht mehr wirklich Danke gesagt habe. Er unterstützt mich bei meinen kreativen Vorhaben. Tatsächlich hat er den Stein überhaupt ins Rollen gebracht. Ich weiß gar nicht mehr, wie er darauf kam, aber zu Weihnachten 2008 oder 2009 schenkte er mir eine Staffelei und das Buch “Garantiert zeichnen lernen” von Betty Edwards. Mein erstes Zeichenbuch. Es startete meine Rückkehr zum Zeichnen und Malen.

Dieser besondere Mensch ist mein Traummann. Und glücklicherweise auch Ehemann. 😉 Er ist mein größter Fan und Befürworter meines kreativen Schaffens. Ohne ich wäre ich längst nicht so weit gekommen. Er ermutigt mich immer, ist immer begeistert von meinen Projekten, liest meine Artikel kritisch und gibt mir die besten Tipps.

Ich will einfach mal wieder Dankeschön sagen. Und da es schon nach 22 Uhr abends ist, als ich diesen Entschluss fasse, muss es relativ simpel sein. Aber dennoch besonders!

Was die Karte besonders macht, sind nicht die Zeichnungen, sondern die Gedanken dahinter. Was würde diese Person denn erfreuen? Was für Farben, Designs oder Motive mag sie? Gibt es etwas, das mich besonders mit ihr verbindet? Wofür will ich danken? Kann ich davon etwas oder das was es in mir bewirkt ausdrücken?

Solche Fragen habe ich mir zunächst gestellt. Denn das Besondere, diese Karte soll ein Unikat werden. Nur für eine Person. Oder vielleicht für einen Personenkreis, der mir bei etwas geholfen hat.

 

Material für eine Karte

Dann suchte ich das Material zusammen: ein Skizzenbuch für eben die Skizzen, Fineliner (meine Lieblinge von Micron in verschiedenen Breiten) und farbige Filzstifte von Tombow – und zwar in Farben, von denen ich denke, das sie der Person, die ich im Kopf habe, gefallen würden.

Die Karte gestalten

Zunächst habe ich einfach Ideen per Skizzen in meinem Skizzenbuch gesammelt. Ziemlich schnell war mir klar, dass ich einfach Bilder von meinem “Kreativ-Sein” zeigen wollte. Also wurden es Pinsel, Stifte und Ähnliches.

Dann ging es nach ein paar Minuten schon an die weiße Blanko-Karte.

Zunächst habe ich einen Rand um die Karte gezogen, damit das Bild nicht zu sehr an die Kanten ragt. Außerdem habe ich ein paar Felder markiert, um die kleineren Bilder in diese anzuordnen.

Die Pinsel, Stifte und anderen Dinge malte ich also in diese Felder.

Das Ganze dann mit schwarzem Fineliner nachziehen…

… und colorieren. Ich habe zunächst mit hellblau einen Rand um das Bild gezogen.

Jetzt der schönste Teil, oder naja, alles ist schön… das Ausmalen. Einfach nach Lust und Laune die Doodle-Zeichnungen einfärben. Das kann ruhig recht ungenau sein.

Tipp: nicht zu viele Farben, sondern eine “Farbpalette” vorher festlegen. Also ruhig nur 2-3 Farben, maximal 5 oder 6 auswählen, die farblich harmonieren.

Zuletzt eine kleine Beschriftung mit einem schlichten “Danke”.

Tipp, wenn es schnell gehen soll: die Mitte des Wortes – hier das “N” von “Danke” als erstes mittig platzieren und dann den Rest des Wortes links und rechts ergänzen. Dann landet es in der Mitte, ohne vorher eine Bleistiftskizze ausprobiert zu haben.

Und fertig ist die Karte! Zumindest von außen. Jetzt muss ich natürlich noch was Nettes hinein schreiben.

Tipp: Wirklich so im Ganzen eine runde Sache wird draus, wenn man auch auf der Rückseite ein kleines passendes Doodle aufzeichnet und evtl. sogar auf den Umschlag. 😉

Liebste Greetz

Silja

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