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Kennst du das Gefühl, dass die Jahre immer schneller an dir vorbei ziehen? Ist dein Tag voll gestopft? Jeder Tag? Hast du keine Zeit, jetzt fünfmal tief durchzuatmen und vielleicht für ein paar Minuten einfach nur aus dem Fenster zu schauen? Und denkst du manchmal “Ich hab gar keine Zeit FÜR MICH”?

Dann habe ich noch eine Sache für deine To-Do-Liste: kreativ sein!

Ja, genau, gerade das! 

Mach doch mal “kunst”

Ganz ähnlich beginnt Danny Gregory’s Buch „Art Before Breakfast“ (Chronicle Books Verlag). „Make art“ (mache Kunst) setzt er auf die To-Do-Liste und beschreibt dabei, dass es sich um „art“ mit einem kleinen „a“ handelt, nicht um diese ominöse große elitäre Kunst für Museen und Ausstellungen. Sondern bescheidenere „kunst“ für jeden. 

Ich sage gern „Kunst ist, wenn es Spaß bringt“. Damit meine ich das „Kreativ Sein“ an sich, dieser Prozess, in dem man etwas erschafft, wo vorher noch nichts oder eben etwas anderes war. Zum Beispiel war da erst ein weißes Blatt und dann eine Zeichnung von Blumen oder Kätzchen, die dir ein Lächeln die Lippen zaubern.

Das Spannende ist dabei das Gefühl, das man hat, während man „kreativ ist“ oder „kunst macht“. Ich habe mich mit vielen Leuten über dieses Thema unterhalten. Manche sagen, sie seien beim Malen, beim Werken mit Holz oder beim Aquarellieren so angenehm „hoch konzentriert“ und würden mitunter die Zeit völlig vergessen. Dann wären sie „ganz bei sich“. Andere sagen, dass sie dabei „reines Glück“ empfinden oder Freude. 

Jeder hat dafür seine eigenen Worte, und bei jedem äußert sich dieses Gefühl etwas anders. Aber alle sagen, dass es ein ganz besonderes Gefühl ist. 

Wie fühlt es sich bei dir an, wenn du etwas Kreatives tust?

Freude, Flow, Glück, Spaß, Ruhe, Gelassenheit, Konzentration?

Danny Gregory gibt seinem Buch eine Menge an Inspirationen für Zeichenübungen und wie man solch eine kreative Gewohnheit im stressigen Alltag einbauen kann. Eine schöne Übung in Anlehnung an einige aus diesem Buch möchte ich dir heute ans Herz legen. 

3 Minuten grundlegende Zeichenlektion

Diese Übung wird dir eine grundlegende Lektion des Zeichnens zeigen. Sie dauert nur wenige, vielleicht drei bis fünf Minuten! Du kannst sie irgendwo in den nächsten Tagen einbauen oder jetzt sofort einmal ausprobieren. Höchstwahrscheinlich wirst du bei der Übung sogar kurz in dieses Gefühl der Freude, der Konzentration und des „bei dir Seins“ kommen.

Du brauchst:

  • Ein Blatt weißes Papier
  • Einen schwarzen Stift
  1. Fange jetzt an oder setze dir eine bestimmte Zeit, zu der du diese Übung machen wirst (z.B. „morgens vor dem Frühstück“ wie Danny es vorschlägt, aber es geht genauso: in der nächsten Mittagspause, abends, wenn die Kinder heute Abend schlafen (aber dann sofort, bevor du anfängst die Wohnung aufzuräumen! ;-))
  2. Nimm dir einige (ca. 3-5) Objekte aus deinem Badezimmerschrank oder von deinem Schreibtisch und arrangiere sie ein wenig auf einem Untergrund (ein Tablett oder dem Tisch). Du kannst auch Obst oder Gemüse nehmen.
  3. Du denkst jetzt wahrscheinlich, „oh nein, so etwas kann ich doch nicht zeichnen“… Musst du auch nicht! Nein, wir zeichnen heute nur die Zwischenräume. Du beginnst mit dem Rand des Tabletts oder des Tisches, um dem Ganzen einen Rahmen zu geben. Dann schau dir an, wo sind die Flächen, auf denen du z.B. die Tischfläche noch sieht. Male jetzt nur die Zwischenräume. 

 

Fertig? Und? Was hast du gemerkt?

Was bringt diese Übung? 

Diese Übung zeigt, dass der zentrale Faktor beim Zeichnen das Sehen ist. Genau, es ist nicht deine Linie, die du ziehst, sondern das genauen Ansehen deines Motivs. Danach folgt die Übertragung dessen, was du siehst auf deine Hand. Hand-Auge-Koordination nennt man das. 

Das Problem beim Zeichnen ist oft, dass wir mit dem Kopf malen. D.h. dass wir bestimmte Dinge gelernt haben, und diese automatisch auf das Blatt bringen. Wenn du z.B. einen Becher malst, der vor dir auf dem Tisch steht, wirst du ihn wahrscheinlich fast kreisrund malen wollen, weil du ja weißt, dass der Becher kreisrund ist. Wenn du genau hinSIEHST, wirst du sehen, dass er vor dir eine ovale Grundfläche haben wird, je nachdem, aus welchem Winkel du auf ihn schaust.

Dies üben wir, indem wir nicht die Objekte ansehen und zeichnen, sondern die Zwischenräume. 

Tatsächlich sind die Zwischenräume ein wichtiges Gestaltungs- und Kompositionselement für Künstler und Designer. Sie sind kein leerer Raum, sondern das Gegengewicht zu Objekten. Ein Objekt wirkt anders, je nachdem wieviel Raum es um sich hat. 

Dies setzten Künstler ganz gezielt in der Komposition ein und sehen sich die Leerräume genauso an wie die Objekte, die sie arrangieren. 

Beim Zeichnen von Objekten oder Porträts nutzt das Sehen auch. Denn im Prinzip geht es „nur“ darum, möglichst genau zu beobachten, wo die Linien verlaufen, die man auf dem Papier wiedergibt. So zum Beispiel auch bei einem Haus. Wo sind die Fensterrahmen, der Sims, die Kante des Glases, wo läuft die Linie des Randes der Gardine in dem Fenster hinab, usw. Je genauer man hinsieht, desto detaillierter und realistischer wird das Objekt werden. 

Wenn du Lust hast, mehr zu zeichnen, besuche doch einfach meine Seite mit “Zeichnen lernen im Doodle Stil” – Dort findest du ganz viele einfache Übungen für nur ein paar Minuten zeichnen. Setze dir “zeichnen” oder “kunst machen” auf deine To-Do-Liste – für 7 Tage. Und dann schauen wir mal weiter. Komm gerne wieder hier vorbei, wenn du eine neue Inspiration suchst.

Liebe Greetz

Silja