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Art Journaling für Anfänger | Eine grandiose Idee für den Urlaub

Art Journaling ist ein neuer Kreativtrend. Dabei geht es darum, ein Tagebuch statt mit Text mit Bildern zu führen. Man kann Eintrittskarten oder ein Stück schönes Papier einkleben oder einfach Eindrücke mit gemalten oder skizzierten Bildern festhalten. Ich wollte gar nicht mit Art Journaling anfangen, da es mir zu hochtrabend und anspruchsvoll klang. Aber ich war im Urlaub in Barcelona und hatte extra ein neues, kleines Skizzenheft mitgenommen, in dem ich zeichnen, doodeln und Hand Lettering üben wollte. Und dann wurde daraus mein erstes Art Journal… jetzt bin ich Fan!

die Da ich alles Kreative und DIY-Geschichten liebe, könnte mir Art Journaling gefallen, dachte ich, als mir der Begriff erstmals letztes Jahr in einem Flow Magazin begegnete. Es gab sogar eine kleine Beilage, um selbst eines anzufangen. Obwohl ich sonst sofort auf so was abfahre und gern Neues ausprobiere, hatte ich Hemmungen. “Art” also Kunst, das klang mir zu hoch und zu aufwendig. Die Tatsache, dass ich Papiere sammeln und einkleben sollte, bedeutete für mich Aufwand. Also vergaß ich das Ganze.

Doch dann fuhren wir in den lang ersehnten Urlaub. Nach Barcelona. Und ich hatte ein brandneues Skizzenbüchlein dabei (eins von Seawhite of Brighton in DIN A5, super für den Einstieg!). Da ich seit September jeden Tag mindestens einmal zehn Minuten zeichne, wollte ich meine Urlaubszeichnungen in diesem Skizzenheft sammeln.

Art Journaling einfach anfangen in einem Skizzenheft im Urlaub

Wenn du Art Journaling ausprobieren willst, würde ich empfehlen:

  • Es sich für den nächsten Urlaub vorzunehmen
  • Ein kleines DIN A5 Skizzenheft zu kaufen (kleine Größe passt in jede Tasche und die Seiten sind nicht abschreckend groß, sondern schnell gefüllt)
  • Ein Mäppchen mit ein paar schönen Stiften einzupacken, die man dann ebenfalls immer dabei haben sollte

Dass ich mir dieses Skizzenheft für den Urlaub mitgenommen und vorgenommen hatte, jeden Tag darin ein bisschen was zu zeichnen, war der Knackpunkt. Zu Hause hat man (anfangs zumindest) weniger Ideen, was man zeichnen kann. Im Urlaub dagegen gibt es so viele neue Bilder. Gebäude, Cafés, Sehenswürdigkeiten, neue Schuhe, was auch immer. Und meist hat man im Urlaub auch mehr Zeit. Mit zwei Kindern am Start jetzt auch nicht mörderviel, aber 10 Minuten waren schon drin. Zum Beispiel im Café, während mein Mann mit den Kids auf dem Platz Fußball spielte oder einfach auf einer Bank am Spielplatz.

Tipps für ein Reise-Stiftemäppchen

Ich glaube, ich sollte noch was zu den Stiften sagen. Denn meiner Erfahrung nach helfen schöne Stifte ungemein, sich zu motivieren zu malen oder zu zeichnen. Dabei regen unterschiedliche Arten von Stiften die Fantasie an und führen zu neuen kleinen Experimenten.

Mein “on-the-go” Stiftemäppchen enthält:

  • mind. einen schwarzen Fineliner (neuerdings mein Favorit: Sakura Micron in 05 oder 1)
  • ca. 3-5 Brush Pens in verschiedenen Farben (z.B. von Sakura Koi oder Tombow USA)
  • einen Bleistift (HB Härtegrad), Anspitzer und Radiergummi
  • ein paar “Spaß”-Stifte: Gel-Pens (z.B. von Uniball in weiß oder metallic Farben), Neon-Farben, dicke Buntstifte (z.B. die Woody 3-in-1 von Stabilo), Glitzerstifte, etc.
  • und das Mäppchen hier ist von Neo Critz – ein Geschenk meiner mega lieben Freundin Maria, die zur Zeit in Japan lebt und ich doll vermisse (by the way, auch hier nochmal alles Liebe zum Geburtstag, Maria!)

Ein paar Einblicke in mein Skizzenheft aus Barcelona

Zum Beispiel ging es los, mit einer Zeichnung, die ich in unserem von da an Lieblingscafé am Placa de la Vila de Grácia machte.

Doodle Prompt: zeichne dein Getränk. Das geht immer. Aber speziell wurde es dadurch, dass ich versuchte, die Schrift, mit der an einer Wand die Getränke angeschrieben waren, nachzuzeichnen. Das “B” gefiel mir so sehr. War aber nicht einfach…

Ich versuchte deswegen, ein ganzes Alphabet daraus zu machen und übte die Schrift, in dem ich aufschrieb, was wir alles in Barcelona machen wollten.

Ein paar weitere Beispiele:

Hier beim Zeichnen auf dem Spielplatz…

… oder abends in der Ferienwohnung, wenn die Junx im Bett waren.

Die Skyline von Barcelona in Zentangle Form aus dem Parc Guell.

 

Ein paar Art Deco Muster inspiriert durch den Besuch des Casa Milá la Pedrera.

Am Ende des Urlaubs hatte ich das Heft (fast) komplett gefüllt. Jetzt ist es ein wunderbares Erinnerungsbuch und tatsächlich ein Art Journal geworden. Ich habe nichts eingeklebt, aber eben Momente auf meine eigene Art und Weise festgehalten. Und dabei natürlich eine Menge Spaß gehabt. Ich erinnere mich genau, wo und warum jedes einzelne Bild entstand. Wenn ich das Skizzenheft oder ja, mein “Art Journal” aus Barcelona durchblättere, erscheinen ganz viele weitere Bilder in meinem Kopf von den Tagen.

Mein Fazit:

Warum ein Art Journal das bessere Urlaubstagebuch ist

Im nächsten Urlaub ein Art Journal zu führen, lohnt sich

  • weil man sich intensiver mit der Umgebung (dem meist schönen Urlaubsort) auseinandersetzt und ihn ganz anders ansieht (nämlich weil man ja Facetten abzeichnet), so bleiben die Bilder des Ortes stärker im Kopf
  • weil das Zeichnen, Malen und Skizzieren nur so zum Spaß einfach Freunde bereitet
  • weil man am Anfang gar nicht weiß, was am Ende draus wird – und am Ende ist es toll!
  • weil man so ein Urlaubstage-Art Journal viel leichter und schneller später mal durchblättern kann und gleich wieder viele Urlaubserinnerungen in den Kopf schießen – ein Tagebuch muss man lesen… was viel länger dauert
  • weil man es einfach mit Fineliner-Zeichnungen füllen kann und nicht Dinge sammeln muss und einkleben – wobei das sicher auch schön werden würde. Mache ich vielleicht nächstes Mal!

Ja, definitiv, im nächsten Urlaub nehme ich garantiert wieder ein Skizzenheft mit und betreibe mein Art Journaling. Yeah!

Liebe Greetz

Silja

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