Warum die Welt (oder halt Köln) noch einen Handlettering Workshop braucht

Warum die Welt (oder halt Köln) noch einen Handlettering Workshop braucht

Es ist soweit! Yay!

Ich mache jetzt schon seit Jahren Hand Lettering, habe dutzende Bücher und Kurse besucht, Karten für Freunde, für uns und zu Festlichkeiten gestaltet. Just for fun Sprüche gelettert und etliche Materialien ausprobiert. Jetzt will ich mein Wissen weitergeben. Das heißt, ich plane Kreativworkshops zu geben. Für jede und jeden, die Spaß am kreativ Sein und vor allem schönen Schreiben haben. Für alle, die Lust haben, sich eine zweite Handschrift – und zwar in schön – zuzulegen, um damit Karten gestalten zu können, schöne Dankesnotizen zu schreiben oder Umschläge schick zu beschriften. Für alle, die mal raus wollen aus dem Alltag aus Medienkonsum und dem schlichten Hacken in die Tasten. Endlich mal wieder für ein paar Stunden offline sein wollen, so richtig phyisch mit Stift und Papier etwas Greifbares erschaffen wollen.

Wieso jetzt Kurse?

Meine liebe Freundin Juliane hat im Juli einen tollen Laden im Belgischen Viertel in Köln eröffnet: Knirpse & Komplizen. Sie schafft dort einen Treffpunkt für junge Mamas mit ihren Kinderm im Veedel. Es gibt Babykurse und Kurse für Erwachsene. Ich selbst habe diese Woche den “Erste Hilfe für Babys und Kleinkinder”-Kurs besucht. Die Räumlichkeiten sind modern und wunderschön eingerichtet. Ein Ort zum Wohlfühlen und zur Ruhe kommen.

Ich erzählte Juliane von meiner Idee, dass ich “vielleicht irgendwann mal Kurse mit was Kreativem” geben möchte, um Leute auch “in echt” und nicht nur auf meinem Blog zum Kreativ Sein zu ermutigen. Dass ich glaube, ich könne mit Ideen und Techniken Leute inspirieren, endlich mal oder auch mal wieder kreativ zu werden. Da grinste Juliane und sagte frech: “Das ist eine super Idee. Mach das doch hier.”

Seit unserem Gespräch sind nur ein paar Wochen vergangen, aber ich habe schon so viele Ideen, wie man mit möglichst einfachen Übungen schöne Ergebnisse erzielen kann. Ebenfalls diese Woche habe ich mir von meinem Arbeitgeber das OK geholt. Denn wie ihr wisst, ist mein großes Anliegen auch, zu zeigen, dass man neben dem eigentlichen (und vielleicht ganz anders gelagertem) Beruf kreativ sein kann.

Warum nicht nur Künstler und Grafiker kreativ sein sollten

Kreativ sein ist nicht nur Grafikern, Künstlern und besonders talentierten Ausnahmemenchen vergönnt. Das ist Quatsch. Das sind vielleicht die, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Aber das heißt nicht, dass nicht jeder andere auch sich am kreativen Schaffen erfreuen sollte.

Anfang des Jahres habe ich eine Umfrage zum Thema “Kreativ Sein” gemacht. Viele haben darin beschrieben, welch ein tolles Gefühl es ist, wenn man etwas Kreatives tut. Dass es eine ganz besondere Freude wäre, man dieses tiefe Glück spüre und ganz nah bei sich und präsent im Moment “da” sei. Andere nannten den Begriff “Flow”, das dieses intensive, glückliche Gefühl beschreibt, wenn man voll und ganz in einem Thema oder einer Tätigkeit steckt, es sich wie kindliches Spielen oder energiegeladenes Tun anfühlt. Wieder andere fühlen sich frei, wenn sie kreativ sind.

Ich konnte mich so wiederfinden in den Kommentaren. Seit ungefähr vier Jahren nun, aber im Prinzip solange ich denken kann, bin ich ganz regelmäßig kreativ. Ich zeichne jeden Tag, trage immer ein kleinen Skizzenbuch und Stifte bei mir und habe wie gesagt, unzählige Kurse besucht und Bücher bearbeitet. Das alles neben meinem Beruf und Familie. In kleinen Dosen, die auch in einen vollgepackten Tag passen. Und es macht mich glücklich!

Kreativität, um die Zeit achtsam zu erleben und festzuhalten

Nur wenn ich regelmäßig etwas Kreatives Schaffe, bin ich ausgeglichen. Außerdem kommt es mir so vor, als würde ich meine Zeit besser nutzen. Ihr kennt doch sicher dieses Gefühl, dass jedes Jahr sich kürzer anfühlt? Die Zeit – gerade mit so kleinen Kindern zu Hause – rast. Wenn ich zeichne und die Skizzen mit schönen Beschriftungen versehe, bin ich zum einen im Moment selbst ganz präsent. Zudem kreiiere ich physiche Erinnerungsstücke. Ich kann durch die Skizzenbücher des vergangenen Jahres blättern und erinnere mich an die Momenten mit meiner Familie wieder ganz lebhaft. Eine Skizze braucht mehr Zeit als ein Foto, aber dafür brennt sich der Moment stärker in meinen Kopf ein.

Hier blättere ich zum Beispiel durch mein Skizzenbuch, das ich komplett in unserem Urlaub in Barcelona im März gefüllt habe.

Der Kunst liegt in den Schaffensritualen

Meine Bekannte Katja schreibt den Blog und Newsletter “Montagsimpulse”. Jeden Montag gibt sie einen Impuls für eine kleine Änderung im Alltag oder Denkaufgabe, mit der man sich selbst reflektieren kann. Diese Woche hat sie über kreative Schaffensrituale geschrieben. Das Kreativ Sein brauche ein festes Ritual oder einen festen Raum. Denn es lauerten so viele Kreativitätskiller um uns herum, dass wir schnell abgelenkt werden, und dann doch dies und jenes erledigen, obwohl wir eigentlich gerade etwas Kreatives machen wollten. Das kann ich total bestätigen. Ich schaffe es seit 13 Monaten, jeden Tag mindestens 10 Minuten zu zeichnen. Das ist mein festes Ritual. Vielleicht kann mein Workshop für andere so ein erster fester Raum sein, in dem man sich völlig auf die kreative Technik “Handlettering” fokussiert.

Ich fühle mich so gut, seitdem ich richtig zeichne, illustriere und lettere. Das möchte ich Leuten, die ebenfalls sich nach einer kreativen Seite (neben Alltag und dem Beruf) sehnen. Die sich sehnen nach diesem Gefühl wie als Kind beim Spielen.

Startschuss für einen weihnachtlichen Handlettering Workshop

Für den Anfang wird das ein Handlettering Workhop in der Weihnachtszeit. So kann man die kreativen Projekte direkt nutzen, zum Beispiel als Geschenk oder als Weihnachtskarte zum Verschicken.

Mehr in Kürze zu meinem…

Liebste Greetz

Silja

Wie man ein Monogramm gestalten kann & daraus eine Karte macht

Wie man ein Monogramm gestalten kann & daraus eine Karte macht

Glaubst du etwa Monogramme und verschnörkelte Namensinitialen sind was Altmodisches? No way! Gerade das Gegenteil ist der Fall. Denn in der heutigen Zeit, in der mehr Worte digital in die Tasten gehauen werden denn mit der Hand in Schönschrift geschrieben, ist das edle Zeichnen und Zusammensetzen einzelner Buchstaben individueller denn je. Also weg von den Tasten. Und hin zur Feder a.k.a. Fineliner oder was auch immer und ab ein Monogramm gestalten.

Als Ersten übst du am besten mit deinen eigenen Initialen. Zack, 30 Minuten. That’s it. Dann, wenn du das nächste Mal zu Hochzeit oder Geburtstag eingeladen bist, schnappst du dir eine weiße Karte und malst ein schickes, fettes, individuelles Monogramm für das glückliche Paar oder das fröhliche Geburtstagskind.

Hier zeige ich ein Beispiel, wie ich ein Monogramm gestaltet habe aus den Buchstaben “J” und “M”. Daraus konnte ich dann eine schicke  Hochzeitskarte machen.

1| Die einzelnen Buchstaben für das Monogramm üben

Ohne Übung alles Mist. Nein, natürlich nicht. Aber wir starten ganz einfach. Denn mit einer einfachen Übung, ist der Anfang schnell geschafft und das blockierende weiße Blatt Geschichte. Und zwar indem wir die beiden oder den einen benötigten Buchstaben üben. In Großschrift, in kleiner Schrift. Schreibschrift. Druckschrift. Alles ausprobieren. Je mehr Schriften du probierst, desto stärker machst du dich mit den Besonderheiten des Buchstabens vertraut. Suche dir in Zeitschriften, Comics, (Kinder-)Büchern, Internet, auf Karten, die du bekommen hast, etc. ein Repertoire an schönen Schriften zusammen und benutze daraus die Schriften, die dir besonders gefallen.

Hier ein paar Fragen und Tipps: Soll es ein eher klassiches Monogramm mit stark verschnörkelten Kringeln sein, die sich ineinander schlingen? Oder passt zu dir oder dem Paar eher etwas Modernes, ohne Schnörkel, auf die Essenz reduzierte Buchstaben?

2| Die Buchstaben spielend zusammen fügen

Jetzt wird’s spaßig und kreativ. Als Nächstes schreibst du die geübten Buchstaben in mehreren Varianten zusammen. Zum Beispiel nebeneinander, überlappend oder frei stehend, aber nie zu großen Abstand, evtl. den einen weiter nach unten versetzt, etc. Dann probierst du aus, wie du die beiden Buchstaben zu einer Einheit zusammen bringen könntest. Durch Schnörkel, durch parallel verlaufende Linien oder einen Rahmen. Dies mache ich meist mit Bleistift.

3| Ein Monogramm gestalten aus den schönsten Varianten

Schließlich kannst du aus diesen Tests, oder man nennt sie manchmal in der Grafik aus “Thumbnails”, diejenigen aussuchen, die dir am besten gefallen. Diese zeichnest du nochmals ordentlich ab.

Hier ein paar Beispiele für “JM”.

4| Das finale Monogramm auswählen und auf eine Karte zeichnen

Jetzt wird’s ernst. Butter bei die Fische. Welches ist das schönste Monogramm geworden? Sobald du dich entschieden hast, nimmst du eine schöne Karte, um darauf dieses Monogramm zu gestalten. Ich habe mich für das sehr moderne, puristische Monogramm entschieden. Übrigens war diese Schriftart Teil der Schrift auf der Einladungskarte meiner Freunde. Die beiden hatten daraus ein ganzes Logo erstellt inkl. der kompletten Namen. Ich habe nun eine Variante nur aus den Initialen gemacht und so ein Monogramm gestalten wollen.

Witzigerweise – und das fand ich so speziell – sind die Anfangsbuchstaben meiner Freunde “J” und “M” und damit auch die Anfangsbuchstaben von “just” und “married”. Kling kling. Was für eine Idee! So schrieb ich unter das Monogramm auch noch “Just married”, wobei ich die Schriftart der Initialen wieder aufgriff.

So, das war mein Exkurs, wie man ein Monogramm gestalten kann. Es gibt natürlich noch zigtausende Varianten, aber mit diesen vier Schritten findest du bestimmt dein persönliches Highlight!

Liebste Greetz

Silja

Falsche Kalligraphie | Genau richtig für den Start

Falsche Kalligraphie | Genau richtig für den Start

Falsche Kalligraphie, das ist längst nicht so falsch wie es sich auf den ersten Blick anhört. Im Grunde sieht es ganauso aus wie ein schickes Brush Lettering, aber der Vorteil ist: man braucht keinen Pinsel, keinen Brush Pen, sondern einfach nur einen stinknormalen Stfit. Das kalligraphische Verdicken der nach unten geführten Linien, verstärkt man nämlich in einem zweiten Durchgang. Schon ist die Handschrift-Optik (Brush Script) clever simuliert.

Neben dem einfachen Werkzeug besticht die falsche Kalligraphie zudem dadurch, dass man zunächst ganz “normal” schreiben kann, wie man es gewohnt ist. Dadurch ist es gerade für den Anfang des Brush Letterns total gut geeignet.

Falsche Kalligraphie ist Brush Lettering mit normalem Stift

Brush Lettering im falschen Kalligraphie-Stil sieht dann zum Beispiel so aus. Ich habe hier ein nettes Zitat von der schlauen Laberbacke Jonathan Swift (sehr viele Zitate…) umgesetzt.

Falsche Kalligraphie Schritt-für-Schritt

Du kennst vielleicht schon die absolute Grundregel beim Brush Lettering: dünn rauf, dick runter. Wenn man einen Pinsel in der Hand hat, bedeutet dass, mit ganz wenig Druck auf die Spitze die Linien nach oben ziehen und dafür dann mit richtig Wums, also Druck, die Linien nach unten führen. Dadurch entsteht dieser typische Kalligraphie-Look.

Für den Anfang geht es in drei Schritten:

  1. Den Buchstaben in Schreibschrift mit einem normalen Fineliner schreiben
  2. Alle Linien, die du nach unten gezogen hast, verdoppeln
  3. Die offenen Lücken zwischen der ersten und zweiten Linie, ausmahlen

Ein Brush Lettering Alphabet als Referenz

Wenn du deine eigene Handschrift eventuell vielleicht möglicherweise – wem geht das nicht so? – nicht so super schick findest, dann nimm einfach ein Brush Lettering Alphabet. Oder noch besser: so ein Alphabet, in dem du nur genau die Form der Buchstaben siehst. Die rosafarbenen Schatten sind die nach unten geführten Linien, die dann verdoppelt werden.

Viel Spaß & liebste Greetz

Silja

Kreative Hochzeitskarten gestalten | Schnell-Start-Tutorial

Kreative Hochzeitskarten gestalten | Schnell-Start-Tutorial

Kreative Hochzeitskarten mit Hand Lettering gestalten ist ein wunderbares, kleines Geschenk für das Hochzeitspaar. So eine selbst gemachte Glückwunschkarte ist nicht nur kreativ, sondern auch persönlich, individuell, einzigartig und unbezahlbar. Der folgende kleine “Spickzettel” für eigene kreative Hochzeitskarten fasst die vier Bausteine zusammen, aus denen man mit geringer Mühe eine einzigartige, total kreative Glückwunschkarte gestalten kann. Einfach aus jedem Baustein ein Element auswählen und fertig ist die eigene, kreative Hochzeitskarte. Anhand von vier Beispielkarten zeige ich, wie es geht.

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Frohe Ostern 2017 | Ein Hand Lettering Stück mit Wasserfarbe und goldenem Edding

Frohe Ostern 2017 | Ein Hand Lettering Stück mit Wasserfarbe und goldenem Edding

Fohe Ostern Ihr lieben Leute da draußen! Ich wünsche euch ein schönes Fest mit euren Liebsten um euch herum.

Dieses Lettering Stück ist total easy entstanden:

  1. Einfach mit Wasserfarbe einen bunten Verlauf auf ein Papier erstellen.
  2. Dann mit goldenem Edding in schöner kursiver Schrift einen Spruch drauf schreiben.+
  3. Die “Down Strokes”, also alle nach unten laufenden Striche (ihr wisst schon… beim Hand Lettering heißt es immer dünn rauf – dick runter, und jetzt also die “dicken” Striche, die nur beim Edding halt nicht dick sind), noch einmal mit einer weiteren Linien daneben verstärken.
  4. Zuletzt die Zwischenräume mit bunten Brush Pens ausmalen. Wenn man Brush Pens auf Wasserfarbe verwendet, wie z.B. hier die von Tombow, kann man schöne Verlaufe kreiieren.

Feiert schön!

Silja