Eine kleine Dankeskarte

Eine kleine Dankeskarte

Ich wollte einfach mal Danke sagen. Und das sage ich natürlich nicht mit Worten, sondern mit kleinen Zeichnungen. Auf einer Karte, wo sonst. Und hier zeige ich euch, wie einfach das gehen kann. Denn es gibt immer jemanden, der uns gerade mal geholfen hat, zur Seite stand, ein gutes Wort gegeben hat. Aber das vergesse ich manchmal im Alltag zu sagen. Deswegen hilft so eine Karte, es sich bewusst zu machen und dann demjenigen zu sagen. Also zu geben. Die Karte. Was sonst?

Eine liebevolle Dankeskarte für jemand Besonderes

Es gibt einen Menschen, dem ich schon länger nicht mehr wirklich Danke gesagt habe. Er unterstützt mich bei meinen kreativen Vorhaben. Tatsächlich hat er den Stein überhaupt ins Rollen gebracht. Ich weiß gar nicht mehr, wie er darauf kam, aber zu Weihnachten 2008 oder 2009 schenkte er mir eine Staffelei und das Buch “Garantiert zeichnen lernen” von Betty Edwards. Mein erstes Zeichenbuch. Es startete meine Rückkehr zum Zeichnen und Malen.

Dieser besondere Mensch ist mein Traummann. Und glücklicherweise auch Ehemann. 😉 Er ist mein größter Fan und Befürworter meines kreativen Schaffens. Ohne ich wäre ich längst nicht so weit gekommen. Er ermutigt mich immer, ist immer begeistert von meinen Projekten, liest meine Artikel kritisch und gibt mir die besten Tipps.

Ich will einfach mal wieder Dankeschön sagen. Und da es schon nach 22 Uhr abends ist, als ich diesen Entschluss fasse, muss es relativ simpel sein. Aber dennoch besonders!

Was die Karte besonders macht, sind nicht die Zeichnungen, sondern die Gedanken dahinter. Was würde diese Person denn erfreuen? Was für Farben, Designs oder Motive mag sie? Gibt es etwas, das mich besonders mit ihr verbindet? Wofür will ich danken? Kann ich davon etwas oder das was es in mir bewirkt ausdrücken?

Solche Fragen habe ich mir zunächst gestellt. Denn das Besondere, diese Karte soll ein Unikat werden. Nur für eine Person. Oder vielleicht für einen Personenkreis, der mir bei etwas geholfen hat.

 

Material für eine Karte

Dann suchte ich das Material zusammen: ein Skizzenbuch für eben die Skizzen, Fineliner (meine Lieblinge von Micron in verschiedenen Breiten) und farbige Filzstifte von Tombow – und zwar in Farben, von denen ich denke, das sie der Person, die ich im Kopf habe, gefallen würden.

Die Karte gestalten

Zunächst habe ich einfach Ideen per Skizzen in meinem Skizzenbuch gesammelt. Ziemlich schnell war mir klar, dass ich einfach Bilder von meinem “Kreativ-Sein” zeigen wollte. Also wurden es Pinsel, Stifte und Ähnliches.

Dann ging es nach ein paar Minuten schon an die weiße Blanko-Karte.

Zunächst habe ich einen Rand um die Karte gezogen, damit das Bild nicht zu sehr an die Kanten ragt. Außerdem habe ich ein paar Felder markiert, um die kleineren Bilder in diese anzuordnen.

Die Pinsel, Stifte und anderen Dinge malte ich also in diese Felder.

Das Ganze dann mit schwarzem Fineliner nachziehen…

… und colorieren. Ich habe zunächst mit hellblau einen Rand um das Bild gezogen.

Jetzt der schönste Teil, oder naja, alles ist schön… das Ausmalen. Einfach nach Lust und Laune die Doodle-Zeichnungen einfärben. Das kann ruhig recht ungenau sein.

Tipp: nicht zu viele Farben, sondern eine “Farbpalette” vorher festlegen. Also ruhig nur 2-3 Farben, maximal 5 oder 6 auswählen, die farblich harmonieren.

Zuletzt eine kleine Beschriftung mit einem schlichten “Danke”.

Tipp, wenn es schnell gehen soll: die Mitte des Wortes – hier das “N” von “Danke” als erstes mittig platzieren und dann den Rest des Wortes links und rechts ergänzen. Dann landet es in der Mitte, ohne vorher eine Bleistiftskizze ausprobiert zu haben.

Und fertig ist die Karte! Zumindest von außen. Jetzt muss ich natürlich noch was Nettes hinein schreiben.

Tipp: Wirklich so im Ganzen eine runde Sache wird draus, wenn man auch auf der Rückseite ein kleines passendes Doodle aufzeichnet und evtl. sogar auf den Umschlag. 😉

Liebste Greetz

Silja

Verlinkt zu creadienstag

Monster zeichnen mal wieder neu

Monster zeichnen mal wieder neu

Kleine süße Monster zeichnen ist immer eine super lustige Übung, aber jetzt habe ich einen neuen Ansatz gefunden, der noch mehr Kreativität herauskitzelt.

Monster zeichnen habe ich schon früher euch gezeigt. Entweder viele verschiedene Arten von Monstern zeichnen oder wie man ein eigenes Monster entwirft mithilfe verschiedener Elemente, wie z.B. Zähne, Hörner, einzelne Augen.

Monster zeichnen zum Dritten

Diese Woche habe ich Stefan Buchner entdeckt, einen Künstler aus Kalifornien, der seit zehn Jahren jeden Tag ein Monster zeichnet. Ist das mal crazy, oder was?

Von Stefan habe ich zwei Tipps gelernt:

Trick 1: Man fange mit einer zufälligen schwarzen Form an

Hierfür kann man am besten einen Klecks schwarzer Tinte nehmen und eine fantasiegesteuerte Form zu Papier bringen. Oder – ich hatte nämlich keine Tinte hier in meinem Lieblingscafé – man formt was mit einen möglichst dicken schwarzen Stift und mit ziemlich freier Hand. Mit Schwung, am besten irgendwo mal dick, irgendwo ein Knick, mal dünn. Ihr versteht.

Ich habe hier mit einem – fast leeren – Pentel Brushpen experimentiert.

Jetzt musste ich ein bisschen hin und her drehen, um zu “sehen”, wie aus diesem Fleck ein Monster entstehen könnte. Gar nicht so leicht. Irgendwie blieb ich daran hängen, dass dieser Schwung links ein Arm sein müsse, der darunter ein Bein. Und dann schauen wir weiter.

Trick 2: Man zeichnet auf dem Kopf weiter

Das auf dem Kopf Zeichnen ist der Clou.

Dadurch entsteht immer ein neues (einzigartiges) Monster und zusätzlich bringt es noch mehr Spaß, da man sich auf die einzelnen Teile ganz anders konzentriert und das Gesamtbild noch nicht sieht. Wenn man auf dem Kopf zeichnet, kommt man nicht in die “Auto”-Modus, bei dem man Augen oder Arme einfach so zeichnet, wie schon tausendmal zuvor gemacht oder gesehen.

Angefangen habe ich mit den Beinen.

Mir fehlte allerdings noch etwas am Kopf. Also habe ich noch einen kleinen Fleck hinzugefügt. Klar, das Schwierige ist, mit dem bestehenden Fleck zu arbeiten. Das macht das Monster ja so einzigartig, krumm und schief. Aber man darf Regeln ja auch brechen!

Jetzt aber weiter mit dem Gesicht.

Weiter mit den Armen.

Jetzt wird es spannend. Umdrehen!

Tadaaaa..

Und da mir ein bisschen Farbe fehle, noch ein paar Highlights in ROSA, natürlich!

Na, kann man doch sehen, dass ich Spaß hatte am Monster Zeichnen! Natürlich sind Stefans Monster viel krasser, schaut sie euch unbedingt mal an. Als Inspiration oder just for fun, bitte. Bitte lächeln! Klick!

Habt ein schönes Wochenende!

Liebste Greetz

Silja

Mal eine etwas andere Taufkarte

Mal eine etwas andere Taufkarte

Seitdem ich so viel (und gern) zeichne und Handlettering mache, kann ich mir einfach keine Karten mehr kaufen. Man kann sich etwas genau für diese Person überlegen. So wird es in jedem Fall ein super Geschenk, genau weil es selbst gemacht ist, individuell und einzigartig.

Da wir gestern bei einer Taufe eingeladen waren, war das Unterfangen, eine Taufkarte selber zu machen. Natürlich irgendwie anders als das, was ich sonst so kenne und sehe. Und eher überbordend denn minimalistisch.

Eine Taufkarte selber machen – Motivwahl

Ich überlegte zunächst, ob es ein Motiv oder ein Lettering werden sollte. Ein “Herzlichen Glückwunsch” fand ich zu wenig “tauf-spezifisch”. Den Namen des Täuflings zu schreiben oder zu stempeln, ähnelte zu sehr einer Geburtskarte. (Tatsächlich hatte ich diesem Zwerg zur Geburt eine Karte mit seinem gestempelten Namen und Wasserfarbe im Hintergrund gemacht. Das ging also nicht noch einmal.)

Also doch was mit Motiven – vielleicht den Symbolen der Kirche, wie man es oft auf Taufkerzen findet. Taube, Baum, Boot, Fische, … ihr wisst schon? Okay, aber nicht so angeordnet wie auf den Kerzen. Soll ja auch irgendwie anders werden…. Da ich letztes Wochenede (mal wieder… yay!) bei Modulor in Berlin Sakura Micron Pigma Pens geshoppt hatte, fiel mir schnell ein ganz dünner schwarzer Fineliner in die Hände, um die Symbole in möglichst klein auf die Karte zu malen.

Das Segelboot skizzierte auf Basis eines Fotos aus dem Internet, um ein biiisschen (aber nich zu sehr) realistischer zu werden als so eine “Kinderzeichnung”.

Ein paar Gedanken zur Komposition

Da die Mama des Kleinen total auf “Skandi-Design” steht, mussten ein paar geometrische Formen dazu.

Mit Farbe wird es noch schöner

Schwarz-weiß hatte schon was. Minimalistisches Design finde ich mega cool. Aber wenn man auf eine weiße Karte nur zwei kleine schwarze Buchstaben stempelt oder eben “nur” ein paar Minuten Fineliner-Skizzen drauf zeichnet, dann muss das schon irgendwie “bold” sein, damit es “nach etwas aussieht”. Außerdem hatte ich sowieso meine “Whitenights”-Wasserfarben mal wieder nutzen wollen.

Also malte ich verschiedene türkis-, blaue und violette Elemente bzw. Streifen auf die Karte. Irgendwie wurden es immer mehr – schließlich war die ganze Karte getaucht in ein Blau.

Dass ich einen weißen Rahmen gelassen hatte, gefiel mir ganz gut.

Zuviel Farbe braucht wieder Kontrast

Um wiederum ein wenig Kontrast zurück zu holen, fügte ich zuletzt ein paar Details mit weißem Gel-Pen (Uniball) hinzu. Voilà!

Tatsächlich haben die weißen Linien das Ganze irgendwie abgerundet. Ich bin jedenfalls sehr happy mit meiner mal etwas anderen Taufkarte.

Liebste Greetz

Silja

Zeichnen unter Zeitdruck – und zwar auf der Spree!

Zeichnen unter Zeitdruck – und zwar auf der Spree!

Heute habe ich wieder einen Zeichentipp im Gepäck: Zeichnen unter Zeitdruck. Eine ideale Übung, um “mal wieder reinzukommen”. Die Skizzen werden zwar nicht superduper tauglich, um sie an die Wohnzimmerwand zu pinnen, aber – und das ist das Wichtige – du übst deinen “Strich” und dein Auge *zwinker*.

Am besten sucht man sich bewusst eine Situation, in der man keine Chance hat, wenn man nicht Vollgas gibt beim Zeichnen. Das kann im einfachsten Fall eine Fernsehsendung oder ein Youtube-Video sein. Es sollte schon eine Doku oder ein Interview sein, damit man zumindest ein paar mehr Blicke jeweils auf ein und dasselbe Motiv erhaschen kann. Aber es sollte auf jeden Fall irgendwie vorangehen, damit man unter Zeitdruck kommt. Noch besser natürlich ist es, etwas draußen zu zeichnen. Urban Sketching lässt grüßen.

Dieses Wochenende waren wir in unserer schönen Hauptstadt. So hatte ich das grandiose Glück, eine schöne Touri-Tour zu machen, nämlich eine Spree-Rundfahrt. Solltest du ebenfalls das Glück haben, in einer größeren Stadt zu wohnen, die Bootsrundfahrten oder Sightseeing-Busse aufwarten kann, vielleicht auch für dich eine Option. Oder eben beim nächsten Besuch…

So habe ich diese eine Spreerundfahrt genutzt, um mein Skizzenbuch zu bekritzeln. Echt eine Herausforderung. Manchmal war ich sogar ganz happy, wie ich mal den ein oder anderen Teil eines Gebäudes “erkennbar” hinbekommen habe…

…manchmal war ich enttäuscht, dass wir zu schnell an etwas schon vorbei waren oder dass mir keinerlei Kombination auf einer Seite gelungen war.

Zwischendurch handschriftliche Notizen finde ich schlicht schick – helfen ehrlich gesagt aber auch, später zu erinnern, was es war.

Nebenbei wird so eine Zeichensammlung eine erfrischende Abwechslung zu den schnell geknipsten Handyfotos und eine bleibende Erinnerung – wenn man mal wieder wie ich nicht dazu kommt, Fotos auszusuchen und zu entwickeln.

Auch interessant: wie viele Zeichnungen schafft man in so kurzer Zeit? Ich habe unsere einstündige Spreefahrt auf sechs Seiten im Skizzenbuch verewigt.

In jedem Fall habe ich etwas gelernt und mal wieder eine Momentaufnahme, wie aktuell mein Strich unter Zeitdruck aussieht. Komme ich mal wieder zu einer Bootstour in einer Stadt – mal sehen, wie es das nächste Mal läuft.

Liebste Greetz & einen guten Start in die Woche

Silja

Einen Bulli zeichnen | für Kinder und Bulli-Liebhaber

Einen Bulli zeichnen | für Kinder und Bulli-Liebhaber

Hallo hallo! Ich bin heute knapp 1000 km nach Köln zurück gekommen. Wir hatten einen wunderbaren Urlaub in Italien, genau genommen Venetien. Venedig war natürlich auch mal am Start. Aber dazu vielleicht demnächst mehr. Die letzten 200 km waren die anstrengendsten, weil der Große (übrigens kürzlich 4 geworden) große Langeweile hatte. Also haben wir “Ich sehe was, das du nicht siehst” gespielt. Und was haben wir viele Wohnwagen und Wohnmobile gesehen! Ok, war jetzt nicht verwunderlich, schließlich gehen die Sommerferien langsam auch in den letzten Teilen Deutschlands zu Ende.

Na jedenfalls habe ich heute ein artverwandtes Zeichenobjekt für euch. Ich hoffe, ihr habt ebenso viel Spaß daran, einen Bulli zu zeichnen wie ich.

Los geht’s!

Einen Bulli zeichnen Schritt-für-Schritt

Und zwar in nur 5 mickrigen Schritten kann man einen mega coolen Bulli zeichnen!

Wenn man dann dieses Gerüst nimmt und ausmalt, sieht es noch schicker aus. Finde ich zumindest…

VW-Bulli Vorlage zum Ausmalen

Oder man nimmt die schwarz-weiße Strichzeichnung des Bullils als Vorlage zum Ausmalen.

Ich hab das natürlich auch direkt ein paar Male gemacht und finde kaum ein Ende…

Zum Beispiel einen Bulli in pink zeichnen, so in Richtung Flower Power…

Eine andere Variante in schwarz-weiß:

Oder mit Punkten…

Oder in meinen favorite Farben auf CREATIPSTER:

Einen Bulli zeichnen macht mich froh, und Kinder und andere ebenso… tadadada….

Liebste Greetz

Silja

Wie man einen Bagger zeichnen kann | Fahrzeughits der Kids

Wie man einen Bagger zeichnen kann | Fahrzeughits der Kids

Einen Bagger zeichnen gehört natürlich genauso zum Pflichtprogramm einer Jungsmama wie ein Auto. Aber wenn man es in kleinere Schritte unterteilt, gelingt es auf Anhieb. Hier habe ich eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie man einen Bagger zeichnen kann – ohne großartige Zeichenkünste, klar!

Vor dem Start – so zur Motivation und echt, das geht leichter als es vielleicht auf den ersten Blick aussieht – ein Blick aufs Ziel. So kann also ein gezeichneter Bagger aussehen.

Bagger-zeichnen-fertiger-Bagger

Das kleine Projekt Bagger zeichnen habe ich in – lass mich mal zählen – sechs Schritte unterteilt.

  1. Zwei Fenster zeichnen
  2. Baggerführerhäuschentür (ob das wohl wirklich so heißt?)
  3. Baggerfahrzeugrumpf (OK, das heißt bestimmt anders!)
  4. Kettenräder und Baggerarm in einfach
  5. Mehr Details einbauen
  6. Und noch mehr Details zum Finalisieren

Zuletzt dann nach Laune ausmalen oder jetzt das Bild dem Junior rüberschieben und ihn malen lassen. Der wird Augen machen! Und du kannst dich als beste Zeichenmama stolz zurück lehnen.

Wie ich das Ganze ausgemalt habe, siehst du oben.

Viel Spaß!

Liebste Greetz

Silja