18 Ressourcen, um dein 2018 zu einem wertvollen Jahr zu machen

18 Ressourcen, um dein 2018 zu einem wertvollen Jahr zu machen

Ja hallo! 2018 ist da. Schon die erste Woche rum, das gibt’s ja gar nicht. Gibt’s natürlich doch. Und ich plane mein 2018 so akribisch wie noch nie. Von daher bin ich gespannt, was es bringen wird! Da ich mich in den letzten Monaten mich immer wieder mit den Themen Selbstfindung, Ziele, Sinn und Produktivität auseinander gesetzt und gerade in den letzten Woche viele neue Tools benutzt habe, möchte ich euch heute eine inspirierende Liste von den besten Ressourcen, die ich aktuell nutze oder gelesen/gehört/gesehen habe, vorstellen. Auf geht’s!

Es ist echt eine bunte Mischung von physischen Kalendern, Webinars, Blog-Artikeln, Ebooks, Buchtipps, Downloads zum Ausdrucken, Videos, etc. Jeder bevorzugt unterschiedliche Medien. Ich auch. Und daher gibt es auch hier ein Potpourri.

Manche der Ressourcen helfen, die innersten Wünsche (und mögliche Ziele) zu erkennen, andere helfen bei der konkreten Umsetzung. Wieder andere sind Inspirationen zum Nachdenken, Methoden zum Ausprobieren oder auch einfach hübsch designte Tools. Mir hilft es, wenn es hübsch ist… 😉

Ich liste erst alle Ressourcen auf, damit wer es eilig hat, alles auf einen Blick sieht. Danach folgt die Liste erneut mit jeweils einigen Sätzen zur Erläuterung. Ich habe alle Ressourcen selbst genutzt und kann sie alle empfehlen.

18 Ressourcen, um dein 2018 zu einem wertvollen Jahr zu machen

  1. Bestself Planner “Self Journal”
  2. 15 Minute-Planner Method von Steph Crowder
  3. Montagsimpulse von Katja Kremling (als E-Mail Newsletter oder Blog)
  4. PowerSheets Calendar
  5. Cultivate What Matters – Blog
  6. Journaling for Vision and Motivation (Webinar) von Fizzle
  7. Bestself Motivational Mondays (als E-Mail Newsletter oder Collection zum Download)
  8. Lara Casey Blog
  9. Google Calendar – App für Android und iphone
  10. Asana – Task Management App
  11. Courage & Clarity Podcast von Steph Crowder
  12. A Guide to Making this the Best Year Ever – Blog-Artikel von Leo Babauta
  13. Gewohnheiten sind der Schlüssel – ein Blog-Artikel von mir
  14. Kalender Printables von Emily Ley
  15. Passion Planner – Kalender zum Download
  16. The Minimalists – Blog und 30-Tage-Minimalismus-Spiel
  17. Your 2018 ultimate planning guide – Facebook live Video von Bestself
  18. Man’s Search for Meaning – Buch von Viktor Frankl

Meine favorisierten 18 Ressourcen für 2018 mit Erläuterung

Hier folgen die 18 Ressourcen noch einmal mit jeweils kurzer (oder längerer ;-)) Erläuterung.

1 | Bestself Tagesplaner “Self Journal”

Dieser physische Kalender im DIN A5 Format ist ein Produktivitäts-Kracher. Das “Self Journal” zielt darauf, in den nächsten drei Monaten drei für dich besondere Ziele zu erreichen – und nebenbei natürlich auch alle sonstigen Erledigungen und Termine zu realisieren. Gleichzeitig nutzt es Elemente der Achtsamkeit und Positive Psychology. So beginnt man zum Beispiel jeden Tag mit einer Reflexion der Dinge, für die man dankbar ist und mit den wichtigsten Aufgaben des Tages. Man schließt den Tag ebenfalls mit einer Abendroutine, in der man wiederum sich dessen bewusst wird, wofür man dankbar ist, was man am Tag Schönes gewonnen hat, und welche Erkenntnisse man hatte.

Ich hatte den kostenlosen Download des Self-Journals schon letztes Jahr für einige Wochen genutzt und dann die Blätter in einem hübschen ferm living Ordner gesammelt. Das hat für den Anfang sehr gut funktioniert. Jetzt muss ich jedoch sagen, für mich war es Zeit für einen echten phyischen Kalender. Ich brauche mal wieder etwas Greifbares. Außerdem liebe ich das DIN A5 Format. Ich habe es übrigens von meinem lieben Mann zu Weihnachten geschenkt bekommen. 🙂 Da hatte er (mal wieder) einen mega guten Geschmack und ahnte, was zu mir passen würde.

Übrigens kann man mit dem Self Journal jederzeit beginnen, da es nicht datiert ist.

2 | 15 Minute-Planner Method von Steph Crowder

Diese 15 Minute-Planner Methode habe ich gerade letzte Woche in Steph’s Podcast (Nr. 11) gehört und als E-Mail Ebook erhalten. Ziel ist es, am Sonntag nur mit einem Zettel und Stift in 15 Minuten eine höchst produktive Woche durch zu planen. Ich habe es Sonntag gemacht und zusätzlich gestern angefangen, an einem 5-Tage Challenge auf Facebook dazu teilzunehmen. Tatsächlich ist es ein sehr guter Ansatz, wenn man sich überwältigt fühlt von der ganzen Planerei, aber irgendwie doch das Gefühl hat, man käme nicht wirklich  voran.

Die Basis stellt dieser Vergleich eines Professors dar, der ein Glas mit verschieden großen Steinen füllen will. Füllt man erst den Sand, dann die Kieselsteine und zuletzt die großen Brocken ein, wird es nicht gelingen. Stattdessen muss man erst die großen Brocken ins Glas stecken (die festen Termine, die man angenommen hat), dann die Kieselsteine (die Dinge, die dich deinen Zielen näher bringen) und dann den Sand (kleine täglich auftretende Aufgaben wie E-Mails bearbeiten oder die Küche machen). Steph erläutert und bebildert das sehr anschaulich in dem kostenlosen Ebook.

3 | Montagsimpulse von Katja Kremling

Die Montagsimpulse von Katja Kremling kann man entweder jede Woche als E-Mail Newsletter erhalten oder auf dem Blog lesen. Es ist eine Dosis an liebevoll formulierter, gut durchdachter und positiv stimmender Inspiration, die am Montag herein kommt. Die Impulse geben Denkanstöße, dich jede Woche mit einem neuen Thema zu beschäftigen oder helfen mit konkreten Aufgaben, einen kleinen Schritt auf deinem Weg zu machen.

Die ersten 52 Montagsimpulse gibt es jetzt auch als Buch. Dann kann man schön jeden Montag sich ein Kapitel durchlesen. Ich bin übrigens auch darin einmal erwähnt… 😉 Diese Woche zum Beispiel hat Katja sich selbst einen Brief auf FutureMe geschrieben. Inspiriert von einem englischen Dirigenten, der eine besondere Art der Motivationsmethode für seine Schüler hatte, erläutert sie, wie man mit einem einzigen persönlichen Brief an sich selbst, den niemand anderes lesen braucht, sich seiner Versagensängste entledigen kann.

4| PowerSheets Calendar

Neben dem Self Journal (Nr. 1) nutze ich seit Dezember auch die PowerSheets von Lara Casey. Der Untertitel lautet “Cultivate What Matters” – pflege, was wichtig ist. Es ist eine Art von Kalender (kann aber nie der einzige sein), der dir zunächst auf ca. 30 Seiten hilft, aufzudecken, was dir wichtig ist im Leben – und dem kommenden Jahr. Danach stellt der Kalender dir Monat für Monat gezielte Fragen zur Planung, bietet Seiten zum konkreten Nachh
alten des Fortschritts (“Tending List”) und eine monatliche Reflexion, um auf dem richtigen Weg zu bleiben – oder auch bewusst die Ziele zu korrigieren. Ich bin jedenfalls mittendrin in meiner Januar-Tending-List und habe Spaß und Zufriedenheit daran gefunden.

5 | Cultivate What Matters – Blog

Zusätzlich zu den Powersheets – oder als Einstieg für den, der sich nicht sofort einen Kalender aus den USA bestellen möchte – gibt es den Cultivate What Matters – Blog, auf dem auch viele Tipps und Gedanken zum Thema Zielfindung und Planung gibt. Besonders gefällt mir hier dieses fröhliche, liebevolle Design. Die Sachen richten sich definitiv an Frauen, die es hübsch und bunt mögen. 🙂

6 | Journaling for Vision and Motivation (Webinar) von Fizzle

Das ca. einstündige Webinar Journaling for Vision and Motivation (Webinar) von Fizzle wurde letztes Jahr im Sommer aufgezeichnet. Chase Reeves und Steph Crowder von Fizzle (den Podcast höre ich jede Woche) unterhalten sich darüber, wie sie ihre Ziele erarbeiten und nachhalten. Steph damals mit den Powersheets (Nr. 4). Überraschung… daher kannte ich die! Aber genauso beeindruckend fand ich Chase’s Ausführungen über seine tägliche Journaling-Routine, in der er in einem ganz einfachen DIN A4 Notizbuch sich mit sich selbst unterhält. Eine Mischung von Affirmationen, Dankbarkeit, Fragen an sich und Pläne für den Tag macht. So ein Journaling (in etwas abgespeckter Version) führe ich auch als “Morgenseiten”, bevor ich in das “Self Journal” (Nr. 1) eintrage.

7 | Bestself Motivational Mondays 

Wer vielleicht nicht gleich mit dem “Self Journal” (Nr. 1) starten will, kann sich bei den Bestself Motivational Mondays mit den Techniken, die Allen und Kathryn von Bestself erarbeitet haben, vertraut machen. Diese gibt es als wöchentliche Inspirationsdosis ähnlich wie die Monatagsimpulse (Nr. 3) als E-Mail. Die letzten 54 kann man sich als zusammengefasstes Ebook herunter laden, die sog. “Collection”.

8 | Lara Casey Blog

Die Gründerin von “Cultivate What Matters” und den Powersheets (Nr. 4 und 5) führt neben den “Business”-Sachen noch einen persönlichen Blog. Insbesondere die “Goal Setting”-Serie von Blog-Artikeln erläutert im Grunde 1:1 die Methodik der ersten 30 Seiten der PowerSheets und gibt Instruktionen, wie man seine eigenen Ziele findet. Ihre Theorie ist, dass alles schon in uns drinnen ist. Wir müssen “nur” die ganzen Erwartungshaltungen von uns und anderen abkratzen und auf Entdeckungstour gehen nach unseren innersten Wünschen. Dabei legt Lara Wert darauf, nicht so großen Druck auf sich selbst aufzubauen. (Was das Self Journal ehrlicherweise manchmal tut.)

Eine Prämisse ist zum Beispiel: “Es ist OK, langsam zu wachsen” (It’s OK to grow slow). Es ist doch egal, wann genau man DAS ZIEL erreicht. Das Wichtige ist, dass man ins Tun kommt, und zwar auf dem richtigen Weg. Dann fühlt man sich jeden Tag gut. So ähnlich sagt es übrigens auch Katja Kremling in den Montagsimpulsen immer wieder und ist auch Bestandteil meiner “Gewohnheiten als Schlüssel” (Nr. 13).

9 | Google Calendar

Zugegeben, diese Ressource ist nicht sonderlich inspirierend, aber wahnsinnig effektiv. Der Google Calendar ist die erste App, mit der mein Mann und ich es nun tatsächlich schaffen, unsere persönlichen und Familientermine gemeinsam zu verwalten. Solche Termine, die man mit jemand anderes abstimmen muss (zum Beispiel weil die Kinder auch versorgt sein müssen) oder der Klassiker, wenn man einen Arzttermin machen will, solche Termine funktionieren bei uns einfach nur digital. So kann man sie dem anderen gleich mit in den Kalender schreiben und vor allem – ich habe alles griffbereit auf dem Handy dabei. Also, Google-typisch schlicht, aber absolut verlässlich und intuitiv zu bedienen. Ein Must-Have-Basic Tool.

10 | Asana

Die Asana – Task Management App ist ein richtig gutes digital Tool, um deine Todo-Listen anzulegen. Alles, was wichtig ist, einfach dort abspeichern. Besonders brilliert die App, wenn man sie im Team mit anderen nutzt. Als App für meine Todos während des Tages habe ich sie letztes Jahr benutzt. Das was OK, aber durch diese digitale Unendlichkeit der Anzahl an Tasks gerate ich oft in den Konflikt, dann zu viele auch kleine Dinge auf einen Tag zu terminieren. Dann arbeite ich die gefühlt unendliche Liste ab, werde nie fertig, schiebe Sachen auf den nächsten Tag und höre irgendwann wieder auf, die App zu nutzen.

Jetzt finde ich sie eine gute Ergänzung zum “Self Journal” (Nr. 1). Hier kann ich Aufgaben und Erinnerungen unterwegs schnell speichern. Am Sonntag, wenn ich die Woche plane, schaue ich rein, was unbedingt in die nächste Woche fällt. Aber wie in der 15-Minute-Planner Methode gesagt, man muss erst die großen Brocken ins Glas stecken (die festen Termine, die man angenommen hat – aus dem Google Kalender), dann die Kieselsteine (die Dinge, die dich deinen Zielen näher bringen) und dann den Sand (kleine täglich auftretende Aufgaben wie E-Mails bearbeiten oder die Küche machen).

11 | Courage & Clarity Podcast

Hier ist der Link zu dem kurz schon erwähnten Courage & Clarity Podcast von Steph Crowder. Sie interviewt jede Woche eine bewundernswerte Frau, die (meist) sich mit ihrem Lebenstraum selbständig gemacht hat. In einer Folge geht es dann immer darum, wie diese Frau den Mut aufgebracht hat (Courage), ihr eigenes Ding zu verfolgen und dann in der zweiten Folge, gibt es konkrete Praxis-Tipps (Clarity) von den Unternehmerinnen, Coaches, etc., die diese Frauen sind. Angenehm zu hören und interessant, so viele Geschichten von Gründerfrauen zu erfahren – vor allem diese persönlichen Geschichten “dahinter”.

12 | A Guide to Making this the Best Year Ever

Ich mag immer gern diese klar, einfach und doch elegant geschriebenen Artikel von Leo Babauta. Letztes und vorletztes Jahr hatte ich auch einige der Meditations- und Kreativitäts-Kurse in seinem Sea Change-Programm mitgemacht. Tatsächlich rührt daher meine Routine, jeden Tag 10 Minuten zu zeichnen, die ich seit September 2016 in meinen Alltag fest eingebaut habe. Dieser Artikel ist von letzter Woche und umschreibt einmal mehr Leos bewährte Methode, wie man das Jahr planen kann. Diese Superlative in den Titeln mag ich nicht so, aber der Artikel A Guide to Making this the Best Year Ever ist trotzdem sehr gut.

13 | Gewohnheiten sind der Schlüssel

Dieser Blog-Artikel von vor zwei Jahren von mir hier auf CREATIPSTER war damals meine Methode, wie ich inspiriert einerseits von Leo Babauta und andererseits Craig Swanson von Creativelive einige Tage lang um Silvester einen “Masterplan” verfolgt habe. In dieser Methode denkt man erst ganz groß denkt und erstellt eine irre lange Liste macht von Dingen, die man tun möchte. Es folgen eine Eingrenzung und Bündelung, um daraus die eigentlichen Emotionen zu erkennen, nach denen man strebt und diese – jetzt kommt der Schlüssel – in tägliche Gewohnheiten zu überführen.

So gelangt man täglich einen kleinen Schritt dem großen Ziel näher, um vor allem genau diese Emotion zu fühlen, nach der man sich sehnt. Für mich war diese Erkenntnis echt eine kleine Erleuchtung. Es ist nicht das eine große Ziel, bei dessen erreichen wir uns toll fühlen. Das hält nicht lange an, wenn man denn überhaupt dort ankommt. Es sind die Emotionen, die wir suchen und oft kleine Gewohnheiten, mit denen wir diese jeden Tag fühlen können. Genauer erkläre ich die einzelnen Schritte in dem Artikel Gewohnheiten sind der Schlüssel.

14 | Kalender Printables von Emily Ley

Als ich neben den PowerSheets einen Kalender für das Jahr suchte, kam ich auf die Kalender von Emily Ley, die sich wirklich durch ein zauberhaft edles und buntes Design auszeichnen. Die Kalender waren mir aber aufgrund der krass hohen Versandkosten zu teuer (ein Glück, denn ich bekam ja das noch viel tollere Self Journal von meinem Mann geschenkt). Aber es gibt praktische Kalender Printables von Emily Ley auf ihrer Seite. Das sind zum Beispiel Ausdrucke für eine “Frühjahrsputz-Checkliste” (in hübsch natürlich) oder eine “Reisepackliste”. Sehr praktisch!

15 | Passion Planner

Der Passion Planner ist ein ebenfalls populärer Kalender aus den USA. Das Original ist im DIN A4 Format mit einer Woche auf zwei Seiten. Wer es nicht ganz so ausgeprägt mag wie im Self Journal, ist hiermit vielleicht zufriedener. Vor allem, es gibt verschiedene Formate des Kalenders kostenlos zum Download. Ich habe mir zum Beispiel hiervon Seiten für meinen Job ausgedruckt. Dort will ich nicht mein Self Journal benutzen, aber auch keinen kompletten zweiten Kalender anlegen.

16 | The Minimalists – Blog und 30-Tage-Minimalismus-Spiel

Sehr gern lese ich auch den The Minimalists Blog. Dieses Jahr habe ich mir auch wieder ein wenig “weniger ist mehr” vorgenommen. Simplizität üben und bewusst kontinuierlich auch immer wieder unsere Wohnung von unnützem Zeug befreien. Hier gibt es eine Anleitung zu einem kleinen “Spiel”, wie man sich zusammen mit einer Freundin anhält, jeden Tag für einen Monat ein Teil mehr aus dem Haushalt zu entfernen. Das will ich 2018 auch spielen!

17 | Your 2018 Ultimate Planning Guide

Ein Fan bin ich nicht von diesen ultimativen Titeln, aber als ich mein Self Journal aufsetzte, habe ich mir dieses Facebook-Live-Video mit angeschaut. Es enthält auch viele der Prinzipien von Bestself – für Leute die (noch) kein Self Journal haben wollen – und beeindruckend: das Video wurde in den letzten 10 Tagen schon über 44.000 Mal gesehen!

18 | Man’s Search for Meaning – Buch von Viktor Frankl

Das Buch Man’s Search for Meaning von Viktor Frankl habe ich schon häufiger lesen wollen, aber noch nicht geschafft. Jetzt schenkt es mir mein Mann zu meinem Geburtstag und ich bin gespannt. Rezensionen sagen, es sei “lebensverändernd” oder auch “das Buch, das man lesen muss, wenn man nur noch ein Buch in seinem Leben lesen darf”. Das erste Mal empfohlen bekommen habe ich es von der US Künstlerin Ann Rea. Es muss also auch gerade für Kreative etwas sein… Ich bin gespannt und werde berichten!

Zum Abschluss noch eine Frage, die es in sich hat:

Was wünschst du dir am allermeisten?

 

Diese Frage muss man lernen sich zu stellen. Denn oft meldet sich sofort der innere Kritiker und meckert, das Leben sei kein Wunschkonzert. Stimmt, aber wünschen darf man sich alles. Wünschen verbindet dich mit deinem innersten. Deinem Künstlerkind, deinem Wesen.

Ich wünsche dir, dass du findest, was du dir am allermeisten wünschst! Und vielleicht, vielleicht kann dir ja eine der oben beschriebenen und recherchierten Ressourcen dabei helfen.

Liebste Greetz & auf ein wertvolles Jahr 2018

Silja

 

Die Workshop-Termine 2018 sind da!

Die Workshop-Termine 2018 sind da!

Die ersten Workshop-Termine und viele neue Themen stehen für 2018 an. Schaut doch einmal hier vorbei:

Termine Kreativ- und Handlettering-Workshops Köln

Hier findet ihr die Übersicht und Infos zu allen Terminen 2018:

>>  Workshop-Termine 2018

Ein paar Beispiele:

  • Los geht es im Januar mit Handlettering – Brush Lettering.
  • Weiter im Februar mit Zeichnen lernen im Doodle Stil.
  • Im März kommt dann Handlettering – Creative Lettering.
  • Im April geht der Schwerpunkt noch einmal ums Zeichnen, und zwar mit dem Ziel, nach diesem Workshop das Zeichnen (lernen) als kreative Routine in den Alltag einzubauen. (Es geht! Ich mache das trotz Kindern, Job, Blog, etc. seit 15 Monaten)
  • Im Mai geht es weiter mit Handlettering – Brush Lettering mit Schwerpunkt “Muttertag”.
  • Und im Juni – ich freue mich jetzt schon (nach 3 Wochen Regen in Köln): heißen wir den Sommer willkommen mit Wasserfarben! 

Es gibt noch mehr Kurse und Workshops in Planung, aber deren Termine könnten sich noch ändern, so dass die Anmeldung noch nicht läuft.

Es lohnt sich vorbeizuschauen, um 2018 deine Kreativität (wieder) aufleben zu lassen!

Ich zeichne jeden Tag – besonders hat es mir das Zeichnen im Doodle Stil, diese niedliche Linienzeichnungen angetan. Und natürlich Handlettering. Einfach zur Entspannung den Brush Pen schwingen oder Karten nicht mehr kaufen, sondern individuell und persönlich für Freunde gestalten.

Heute habe ich meine ersten Art-Journaling Einträge zu Weihnachten gemacht. Nix Besonderes, und eigentlich muss man sein Skizzenbuch nicht anderen zeigen, damit man sich nicht unter Druck setzt, dass es ein total schickes (aka vorzeigbares) Ergebnis gibt.

Egal, ich zeig euch trotzdem, was ich heute gemalt habe.

Typisch in unserer Familie an Weihnachten 2017:

Großer Sohnemann, 4 Jahre, hat es raus:

Kleiner Sohnemann, 1.5 Jahre, typisch:

So, bevor ich es morgen nicht mehr schaffe…

Ich wünsche euch allen ein wunder-wunderbares Weihnachtsfest umgeben von euren Liebsten, vor Tellern mit euren Leibgerichten und mit Kindern, deren Augen leuchten, wenn sie an den Zauber von Weihnachten glauben!

Habt es schön! Genießt die Stunden der Heiligen Nacht. Redet miteinander, seht euch tief in die Augen, lächelt euch an. Weihnachten kann so schön sein! Einmal im Jahr haben wir die Chance zur Ruhe zu kommen, das Smartphone echt mal für viele Stunden am Stück aus der Hand zu legen und einfach “da” zu sein.

Ich bin was Weihnachten angeht totaler Romantiker. Ich will solche Momente zelebrieren und meinen Kindern diesen Zauber erleben lassen.

Also, morgen früh geht es los mit Zeichnen, lesen und basteln, wie ich euch die Tage schon angekündigt habe, und dann kein Internet, kein Handy, aber meine DSLR und meine Familie.

Hach, wat freu ich mich!

Fröhliche Weihnachten!

7 tägliche Rituale für entspannte Weihnachtstage

7 tägliche Rituale für entspannte Weihnachtstage

Ging es euch auch so und die letzten Wochen sind einfach nur so dahin geflogen? Es ist Zeit inne zu halten, einmal kurz zu stoppen, sonst verfliegen auch die Feiertage. Hier schreibe ich, wie ich das konkret machen möchte und warum.

Immerhin waren wir Ende November mehr zufällig auf einem Bauernhof bei Köln und nahmen spontan einen Weihnachtsbaum schon mal mit. Danach setzte bei meinem Sohn ein reges Pochen ein, den Baum draußen mit Lichtern zu schmücken, den Adventskalender aufzuhängen und einen Kranz mit Kerzen aufzustellen, so dass wir mit allem doch vor dem 1. Dezember fertig waren.

Aber danach? Die Tage verflogen nur so. Okay, das lag bei mir auch an den schönen Handlettering-Workshops, die ich durchgeführt habe – natürlich obendrauf zu Job, Familie, meiner Zeichenroutine, etc. Trotzdem war es irgendwie weihnachtlich, aber langsam war’s nicht. *lach*

Jetzt ist schon der 20. Dezember. Die zwei steht vorn und es ist noch “viermal schlafen”!

Für die Feiertage habe ich mir daher mehr Muße, Gelassenheit und inne Halten vorgenommen. Das geht, man muss sich nur dessen bewusst werden, wie man die Tage gestalten und annehmen möchte.

Die 7 Rituale für entspannte Weihnachtstage

Ich habe mir folgende 7 kleine Rituale überlegt, die ich glaube, in jeden Feiertagsalltag einbauen zu können. Ich weiß nämlich auch schon wie!

  1. Die erste Stunde zählt! Einen gelassenen Start in den Tag – auch mit meinen Jungs
  2. Eine Meditation pro Tag
  3. Ein Weihnachtsjournal in meinem Skizzenheft
  4. Nicht überessen und achtsam das Festtagsessen genießen
  5. Jeden Tag raus an die frische Luft und wenn es geht sogar laufen
  6. Mitgefühl und Dankbarkeit
  7. Kreativprojekte mit den Jungs

Wie soll das gehen? Zentral ist der Start in den Tag.

1 Die erste Stunde zählt! Ein gelassener Start in den Tag – auch mit meinen Jungs

Sobald der Tag startet, ist es einfach, sich in Gewohnheiten zu verlieren, zum Beispiel am Handy die Nachrichten zu lesen oder E-Mails. Es kann schnell passieren, dass der Tag dahin gleitet, während du dich von einer kleinen Tätigkeit zur nächsten treiben lässt – gerade an solchen Feiertagen, an denen man ganz bewusst keine Termine macht.

Aber dennoch kann es am Ende des Tages unbefriedigend sein, wenn man sich so hat treiben lassen. Was mir dabei hilft, dass es in jedem Fall ein bewusster Tag wird, an dem ich auch Zeit für mich gefunden habe, ist der ersten Stunde besondere Beachtung zu schenken.

Wenn ich gleich am Morgen zwei oder drei Dinge tue, von denen ich weiß, dass sie mir gut tun, zehre ich den ganzen Tag davon.

Solche kleinen Dinge können sein:

  • Meditieren
  • Zeichnen oder Handlettering
  • Lesen (z.B. meine Lieblingszeitschrift “Flow”)
  • Sportübungen
  • einen Tagesplan schreiben (was sind die wichtigsten drei Dinge, die ich erledigen oder erleben will)

Für die Weihnachtstage habe ich mir Folgendes vorgenommen – und das alles muss mit meinen Jungs vereinbar sein, denn ich werde immer recht früh zusammen mit ihnen aufstehen.

  • Zeichnen

Ich werde in meinem Skizzenbuch ein Kapitel anfangen: Weihnachten 2017 und dann auf den folgenden Seiten kleine Zeichnungen zu den Eindrücken der Tage machen. Ein kleines mini-art-journal der Tage. Wenn ich abends schon für die Jungs ebenfalls Malsachen zurecht lege, weiß ich, dass sie morgens relativ schnell einmal den Malsachen ihre Aufmerksamkeit schenken. Wenn ich dann schnell auch mein Skizzenbuch zücke, habe ich zumindest 5-10 Minuten zum Zeichnen. Außerdem, wenn das Skizzenbuch eh irgendwo griffbereit mit Stiften liegt und ich schon morgens angefangen habe, etwas zu zeichnen, fällt es mir ganz automatisch mehrmals am Tag wieder in die Hände.

  • Lesen

Ok, ernsthaft, etwas für mich lesen wird morgens mit den Jungs nichts. Aber ich kann ja morgens direkt den Jungs etwas vorlesen. Das ist zwar ein anderes Gefühl, aber wenn ich mit den Jungs entspannt etwas lese, gefällt ihnen das bestimmt. Wir haben dieses Jahr noch gar nicht alle Geschichten aus “Astrid Lindgrens Weihnachtsbuch” gelesen. Das lege ich ebenfalls schon am Vorabend für den Morgen zurecht.

  • Sich der drei wichtigsten Dinge für den Tag bewusst werden

Während des Spielens mit den Jungs am Morgen kann ich mir Gedanken machen, welches die drei wichtigsten Dinge für mich an dem jeweiligen Tag sind. Was will ich heute an diesem Weihnachtstag erleben oder machen? Am besten notiere ich sie in den Notizen meines Handys, damit sie greifbarer sind und ich abends schauen kann, ob es geklappt hat. Das gibt dann wiederum ein gutes Gefühl, dass man das erreicht oder erlebt hat, was man an diesem Tag vorhatte. Ich kann dazu auch meinen Sohn fragen, was er sich denn für den Tag wünscht. Ich bin gespannt, vielleicht ergeben sich ja so noch neue Aktivitäten für die Tage.

Wenn ich diese drei Dinge morgens mit den Jungs zusammen schaffe, dann wäre das ein perfekter Start in einen Weihnachtstag.

2 Einmal meditieren pro Tag

Tja, das wird schon schwieriger mit den Jungs zusammen. Aber mein Mann und ich sind weiterhin total begeistert von der App “Headspace“. An Weihnachten habe ich mir vorgenommen, wieder neu zu starten. Am besten sollte man sich eine feste Zeit für so etwas nehmen. Ich sage mir, immer dann, wenn der kleine Mann seinen Mittagsschlaf hält. Dann kann der Große auch mal kurz alleine spielen und ich klinke mich für 10 Minuten aus.

3 Ein Weihnachtsjournal in meinem Skizzenheft

Easy… das habe ich ja schon in der ersten Stunde mit angefangen. Jetzt heißt es, das Skizzenheft einfach immer im weihnachtlichen Wohnzimmer liegen haben, dann ergeben sich sicher immer wieder Minuten, in denen Zeit für eine kleine Skizze ist.

Was ich an meiner Zeichenroutine, die ich seit September 2016 durchführe, gelernt habe: vergiss den Anspruch, dass eine Zeichnung immer fertig werden muss. Siehe lieber die paar Minuten zeichnen für sich als das Ziel an. Zeichne einfach so weit, wie du kommst in der Zeit, die du hast. Dann ist der Angang viel leichter, denn es ist nicht eine halbe Stunde gleich geblockt, sondern es können einfach ein paar Minuten sein. Und ehrlich, wer checkt nicht auch mal seine Mails und Whatsapp Nachrichten für fünf Minuten?

Ist es da nicht viel schöner, eine Zeichnung zu machen? Dann hat man etwas Bleibendes in der Hand. Und obendrein, meine Jungs lieben das Malen auch so sehr – glaube ich – weil sie immer mich malen sehen.

4 Nicht überessen und achtsam das Festtagsessen genießen

Oh ja, großes Thema an Weihnachten: das Essen. Ist ja auch wichtig, wunderschön, gesellig und lecker! Aber mir ergeht es oft so, dass ich spätestens am zweiten Weihnachtstag mich träge und schwer fühle und mich dieses schlechte Gewissen plagt, dass irgenwie alles zuviel war und wir mehr am Essenstisch saßen, als auf den Beinen zu sein.

Also folgender Plan: ich esse bei jedem Festmahl ganz bewusst. Vielleicht lade ich mir erst nur einen hübsch angerichteten halben Teller voll und nehme dann noch einmal nach. Ich esse langsam und lass es mir ganz bewusst schmecken. Dann schätze ich das Essen auch viel mehr.

Außerdem: nur essen, wenn wir alle essen und nicht zwischendurch naschen. Das heißt, der leckere Stollen und Kuchen am Nachmittag geht klar, aber die ganze Schokolade zwischendurch muss ja nicht sein… *zwinker*

5 Jeden Tag raus an die frische Luft und wenn es geht sogar laufen

Nach dem Essen immer raus an die frische Luft! Oder zumindest einmal am Tag. Einen Spaziergang zum Beispiel, dann kann man auch über die Tage und das Jahresende mit der Familie reden. Ich werde manchmal am Ende der Feiertage ganz wahnsinnig, weil man sich so wenig bewegt hat. Während der Tage nicht, nein. Da lasse ich mich treiben und genieße die Gesellschaft der anderen. Einfach auf dem Sofa zu sitzen und zu quatschen ist doch super. Aber nach ein paar Tagen kommt genau diese Schwere, die ich schon beschrieben habe.

Also vorbeugen und immer direkt nach dem Frühstück das erste Mal raus. Noch besser: joggen gehen mit meinem Mann und den Kids im Jogger-Wagen.

6 Mitgefühl und Dankbarkeit

Dieser Punkt ist eine Sache der Einstellung, keine Tätigkeit an sich. Gerade in den Weihnachtstagen treffen oft ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander und kollidieren nicht selten in ähm… etwas lauteren Diskussionen, sag ich mal.

Mitgefühl bedeutet sich in andere einfühlen. Jeder hat seine Geschichte, seine Meinung, seine Wünsche. “Der Mensch ist einfach liebenswert und rührselig”, sagte ein Schweizer Professor einmal in einem Seminar. Jeder Mensch will einfach nur Respekt, Aufmerksamkeit und Liebe. Von ganz klein bis ganz groß. Und wir mittendrin. Wenn jeder sich bewusst ist, dass ein anderer einfach aus seinen Wünschen so handelt, wie er es tut, und dass jeder von uns von eigenen Unsicherheiten geplagt wird, fällt es viel leichter, nicht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen.

Dankbarkeit brauche ich nicht zu erklären, höchstens vielleicht, warum ich es hier extra aufführe. Ich spreche jeden Abend ein paar Worte zu mir, worüber ich dankbar bin. Das hilft mir, mich einzunorden und bewusst zu werden, wie gut und schön ich es habe. Gerade an Weihnachten, wenn das Jahr zu Ende geht, sollten wir besonders in uns gehen und uns bewusst machen, was wir haben. Wie gut es uns geht. Dass wir in Frieden leben, genug zu essen haben, ein Dach über dem Kopf, unsere Familien und Freunde. Hach, die Liste ist doch ellenlang!

Auf jeden Fall möchte ich diese Weihnachtsfeiertage auch unter das Motto “Dankbarkeit” stellen und mir mehrmal am Tag – vielleicht auch in meinem Art Journal – dessen bewusst werden.

7 Kreativprojekte mit den Jungs

Zu guter Letzt…. ich bastele ja total gerne und deswegen meine Jungs auch. Außerdem sehe ich das, als wertvolle Zeit mit meinen Jungs an. Sie genießen meine Aufmerksamkeit, dass sie etwas Neues machen oder lernen und sind am Ende bolle-stolz auf das, was wir gemacht haben. Zumindest der Große, der Kleine versteht’s noch nicht so, ist aber trotzdem mit Leidenschaft dabei. “Ich au” ist ja eh eins seiner derzeitigen Lieblingswörter.

An den Weihnachtstagen ist man ja eh auch viel zu Hause… warum also nicht konkret ein paar Kreativprojekte planen? Mit “planen” meine ich, dass ich eine ungefähre Idee habe, was wir machen könnten und entsprechende Bastelsachen (Schere, Kleber, Papier) zurecht lege. Außerdem hätten wir dann im Zweifelsfall auch gleich eine Aktivität für die erste Stunde am Morgen. Also, Bastelbücher, Blogs und Pinterest werden heute Abend noch einmal kurz (!) konsultiert und drei (mehr nicht) einfache Kinder-Bastelprojekte ausgesucht. Dabei lasse ich alles Fünfe gerade sein und suche nicht das “Beste”, “Tollste” irgendetwas Projekt, sondern einfach nur eines, das altersgemäß für meine Kids ist und am besten keine anderen Materialien als die oben genannten braucht, die ich eh zu Hause habe.

Das ist doch mal ein Plan, oder?

Das weihnachtliche Art Journal präsentiere ich euch hier im Januar oder auf Instagram schon davor.

Ich wünsche euch entspannte Weihnachtstage!

Liebste Greetz

Silja

Mit welchem Handlettering Buch beginnen? Meine 5 Favoriten

Mit welchem Handlettering Buch beginnen? Meine 5 Favoriten

Hier starte ich, euch meine fünf liebsten und besten Handlettering Bücher vorzustellen. Vielleicht spielt der ein oder andere von euch mit dem Gedanken, mit dem Handlettering anfangen zu wollen. Für jeden ist was dabei: ob Anfänger oder schon halber Profi. Aber für wen welches am besten geeignet ist, lest am besten selbst.

Seit 2014 lerne und übe ich Handlettering. Man lernt da zum Glück nie aus. Es gibt immer einen neuen Stil, neue Werkzeuge und neue DIY Projekte, die man man Handlettering aufpimpen kann. Ein fantastisches Hobby. Oder Leidenschaft. Oder beides.

Mein erster Favorit an Handlettering Büchern ist

Lust auf Lettering von Martina Flor

“Lust auf Lettering” von der Handlettering Künstlerin Martina Flor hat mein Mann für mich entdeckt und mir letztes Jahr zu Weihnachten unters Bäumchen gelegt. Ein fantastisches Geschenk! Die besinnlichen (wenn auch ob der Kinder wenigen) Stunden am ersten und zweiten Weihnachtstag, wenn der größte Trubel vorbei ist und man sich mit einem Tee in der Hand und einer Wolldecke über den Beinen seine Geschenke anschaut, verbrachte ich allesamt mit diesem schönen Buch. (Und viele weitere im vergangenen Jahr auch an meinem Schreibtisch.)

Martina Flor ist eine in Buenos Aires geborene und jetzt in Berlin lebende Lettering Designerin. Sie ist Designerin und Illustratorin und lehrt in Workshops und an Universitäten das Zeichnen von Buchstaben. Ich meine hallo! Ich liebe Argentinien (da ich da ein halbes Jahr studieren durfte) und ich liebe Berlin (weil es so kreativ und lebendig ist). Und ich liebe Design und Illustration. Ganz klar musste ich mich auch in das Buch von Martina Flor verlieben.

Aber Scherz beiseite (war aber kein Scherz) hier kommen die Facts:

Was ist der Schwerpunkt des Handlettering Buches?

“Lust auf Lettering” lehrt dich, deinen eigenen Weg im Lettering Design zu gehen. Es gibt ganz viel Theorie – aber toll und höchst anschaulich verpackt. Du schulst dein Lettering Auge. Du wirst inspiriert, Buchstaben in allen möglichen Varianten zu zeichnen – ohne dass es auch nur eine einzige konkrete Übung gibt. Martina Flor nimmt dich nicht wie ein Kind an die Hand, sondern erklärt dir auf Augenhöhe was Lettering Design ist, in der Hoffnung, dass du es aufsaugst, und es dir selbst aus Neugierde erarbeitest. Weitergehend gibt es für die Designer unter euch, die vielleicht sogar ihr Geld damit verdienen wollen, wertvolle Tipps für das Arbeiten an Lettering-Aufträgen.

Für wen ist “Lust auf Lettering” geeignet?

Am besten geeignet ist dieses Buch für Leute, die möglicherweise schon ein bisschen Erfahrung mit Grafik Design oder Illustration gemacht haben. Also eher ambitionierte Hobby-Designer, Studenten oder professionelle Designer, die aber noch nichts mit Handlettering am Hut hatten. Nichtsdestotrotz kann auch ein Anfänger dieses Buch nutzen, nämlich um die Tiefen der Buchstabenarten einzusteigen und die Weiten zu entdecken, um von Beginn an seinen ganz eigenen Stil zu entwickeln statt anderer Leute Alphabete zu kopieren.

Wer also nicht so gern “an die Hand genommen wird”, sondern selbst auf Entdeckertour gehen mag, der ist bei “Lust auf Lettering” richtig.

Der Ton des Buches ist …leidenschaftlich professionell

Martina Flor beschreibt wirklich die Tiefen des Hand Lettering mit großer Leidenschaft, aber nicht rosa-rot emotional, sondern total professionell. Von Designer zu Designer.

Was du am Ende kannst

Wenn du Lust auf Lettering gelesen hast, kennst du das A und O des Handlettering – von der Theorie der Buchstabenformen bist zur Arbeit an Kundenaufträgen. Aber du musst es dir dann noch selbst erarbeiten. Selbst Übungen überlegen, auf Entdeckungsreise gehen, ausprobieren, raus auf die Straße und die Beschriftungen deiner Stadt unter die Lupe nehmen und daraus neue Schriften entwickeln. Wenn du mit dem Buch selbst an dir gearbeitet hast, kannst du als Lettering Designer für andere arbeiten. Nicht schlecht, was?

Hier ein Einblick von Martina Flor, wie sie das Lettering Design auf dem Buch-Cover Schritt-für-Schritt gestaltet hat.

“Lust auf Lettering” in 3 Wörtern

Professionell – leidenschaftlich – Arbeitsanstöße gebend

Oder in einen Satz gepackt: Ein professionelles Kompendium für das Handlettering, mit Leidenschaft erzählt und Arbeits- und Denkanstöße gebend, um uns zum selbst Denken, Hinterfragen und Ausprobieren anzuregen.

Dieses wunderschöne Handlettering Buch gibt es für ca. 30 EUR zum Beispiel bei Amazon.

Das nächste Buch, das ich euch vorstelle, wird “Handlettering Alphabete” von Tanja “Frau Hölle” Capell sein. Schaut am besten in ein paar Tagen wieder vorbei.

Liebste Greetz

Silja

Du hast kein Talent

Du hast kein Talent

Innerer Feind, böser Affe oder der eigene Kritiker… es gibt viele Namen für das Phänomen, das diese innere Stimme in deinem Kopf beschreibt, die deine kreativen Werke schon während des Prozesses abwertet.

Kennst du das? Du malst etwas und in deinem Kopf hörst du…

  • Was soll denn das sein? Das sieht ja mal gar nicht aus wie ein…
  • Du hast überhaupt kein Talent
  • Das ist ja furchtbar, total hässlich
  • Hat das ein Kind gemalt?
  • Hör auf, du machst dich lächerlich.
  • Glaubst du wirklich, das will irgendjemand sehen?
  • Totale Zeitverschwendung hier

So jedenfalls hört sich das in meinem Kopf an. Oder hörte… denn ich habe gelernt, dieser inneren Stimme was entgegen zu halten, um mich viel freier zu fühlen. Jetzt habe ich ungestört Spaß am kreativen Schaffen. Wenn dir es manchmal ähnlich ergeht, habe ich hier ein paar Tipps gesammelt, wie man diesen inneren Fiesling in seine Schranken weist.

Gestatten, ich bin’s, dein innerer Kritiker

Julia Cameron (“Der Weg des Künstlers”) sieht in dem inneren Feind negative Glaubenssätze oder Affirmationen, die die eigene Kreativität blockieren. Diese negativen Gedanken, entspringen negativen Einstellungen, die wir gegenüber Künstlern (verrückt, unglücklich, Schaumschläger, wirklichkeitsfremd, Tagträumer, o.ä.) haben. Diese projizieren wir auf die eigene Arbeit, die somit per se nicht gut sein kann. Wer will schon von sich aus unglücklich und verrückt werden? Oder so von anderen gesehen werden?

Danny Gregory, ein Illustrator, Künstler und Autor aus New York hat ein ganzes Buch nur über diesen inneren Kritiker geschrieben – er nennt ihn den Affen (“Shut Your Monkey”). Er berichtet davon, wie der Affe ihn selbst, aber auch Kreative um ihn herum, wenn nicht gar alle Leute in ihren Entscheidungen und Unternehmungen limitiert.

Doch warum so viel Kritik?

Das Ziel dieser inneren Stimme sei es, dich über die negativen Konsequenzen zu informieren, dich zu alarmieren, dir tatsächlich Sorgen zu bereiten und letztlich dich von Vorhaben abzuhalten. Das wird manchmal auch die Stimme der Vernunft genannt. Hör auf mit den Träumereien und such’ dir einen richtigen Job! Eigentlich will diese Stimme nur Gutes – nämlich dich vor Versagen und Schaden bewahren.

Allerdings macht sie manchmal ihren Job so gut, dass sie damit deine Energie auffrisst, deine Träume zerstört und möglicherweise auch dein Glück beeinträchtigt.

Scheitern bringt einen weiter

Es gibt schließlich auch ganz andere Empfehlungen, die sagen, dass man ruhig scheitern soll, um die Erfahrungen zu sammeln und es beim nächsten Versuch besser hinzukriegen.

Ein schönes Zitat hierzu von Simon Beckett (Autor) lautet:

Ever tried. Ever failed. No matter.

Try again. Fail again. Fail better.

Wir Menschen sind bekanntlich Gewohnheitstiere. Wenn wir es uns in unserer Komfortzone gemütlich gemacht haben, ist das ganz angenehm. Aber wirklich wachsen tun wir an den Herausforderungen. Man muss raus aus der Komfortzone und etwas wagen, um am Ende mehr zu gewinnen. Mindestens an Erfahrung.

Die Kunst im Umgang mit der inneren Stimme

Tatsächlich ist diese innere Stimme insbesondere fürs kreative Schaffen hinderlich. Dabei meine ich jede Art von Kreativität. Das kann das Malen oder Nähen sein, aber auch neue Ideen für Prozesse im Job zu generieren. Der innere Kritiker behindert jede Art von Kreativität, da dies immer mit etwas Neuem verbunden ist. Umbruch und Veränderung hasst der “Monkey” total.

Danny Gregory schreibt weiter, dass das Auftauchen der inneren Stimme zunächst einmal nur ein Signal ist, dass wir uns hier auf unbekanntes Terrain wagen. Dies müsse man sich unbedingt merken. Immer wenn die fiese kleine Stimme auftaucht, wird es sein, weil du gerade dabei bist, etwas zu ändern oder etwas Neues zu tun.

Die Kunst besteht jetzt darin, diese Stimme einerseits zu nutzen (vielleicht hat sie manchmal mal Recht mit den Gefahren, auf die sie hinweist), um sich auf mögliche Risiken vorzubereiten, aber sich auf keinen Fall von ihr unreflektiert vom Kurs abbringen zu lassen.

Wie man das schafft, dazu habe ich verschiedene Übungen zusammen getragen.

3 Übungen, um deinen Kritiker zum Schweigen zu bringen

Zuhören

Das Wichtigste ist zunächst, sich überhaupt bewusst zu werden, dass dieser negative innere Kritiker spricht, wenn du deine eigenen Werke extrem schlecht beurteilst, noch während du an der Arbeit bist. Es ist eine Seite von dir, nicht dein ganzes Selbst.

Deswegen musst du dieser Stimme erst einmal zuhören. Was kritisiert sie tatsächlich? Schreibe so eine Liste, wie ich sie oben gemacht habe, auf. Nehmen wir einmal an, du malst gerade ein Bild. Wenn es nun deine beste Freundin wäre, die dieses Bild hier vor deinen Augen malen würde. Würdest du ihr genau diese Sätze entgegen schmettern?

Sich mit dem inneren Kritiker auseinandersetzen

Als nächstes muss man sich mit dem inneren Kritiker auseinandersetzen. Eine Möglichkeit ist es, tatsächlich eine Art Dialog zu führen. Manche Leute – ich habe es z.B. in einem Interview mit der Künstlerin Ohn Mar Win gehört – setzen sich hierfür wirklich in einen Sessel und führen ein Gespräch.

“Das sieht ja furchtbar aus. Hör bloß auf damit. Du verschwendest deine Zeit.”

Sie versuchen dann, mit einer neugierigen oder neutraleren Seite von sich zu antworten oder nachzufragen. Z.B.

“Aha, du findest das also nicht schön, was ich gerade male. Warum?”

“Weil es überhaupt nicht so aussieht, wie du es dir in deinem Kopf vorstellst.”

“Ja, das stimmt, aber ich bin einfach noch nicht so gut mit meinen Strichen. Dafür übe ich ja hier.”

“Das ist Zeitverschwendung.”

“Das finde ich nicht. Denn wenn ich nicht übe, wird es ja nicht besser. Und außerdem habe ich Spaß daran.”

So könnte ein Dialog bei mir aussehen. Spätestens jetzt hat die innere Stimme kein Argument mehr. Denn hey, gegen Spaß haben, kann man ja schlecht was einwenden.

Den inneren Kritiker visualisieren

Eine weitere Möglichkeit ist es, sich eine Person vorzustellen, die einen in der Vergangenheit kritisiert und an kreativen Vorhaben gehindert hat. Diese Person kannst du skizzieren und mit all den Kritikpunkten umgeben, die sie oder jemand anderes dir gesagt haben. Am Schluss darfst du genüsslich all die verletzenden Punkte, die nicht der Wahrheit entsprechen, durchstreichen.

Ich habe hier ein Bild meines damaligen Kunstlehrers gemalt.

Auch wenn er nur einige dieser Punkte gesagt hat, glaube ich, dass seine Art von Unterricht wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich keine Freude an Kunst oder Malen in der Schule hatte. Obwohl ich zu Hause täglich malte und zeichnete.

Dementsprechend kam es mir nicht in den Sinn, einen kreativen Beruf anzustreben. Glücklicherweise habe ich den inneren Kritiker überwunden und wieder begonnen kreativ zu sein. Seitdem ich neben meinem Beruf so viel zeichne, Letterings mache oder DIY-Projekte, bin ich viel ausgeglichener und glücklicher.

Weghören

Wenn der Affe immer noch nicht Ruhe gibt, gibt es den konfrontativen Kurs. Das heißt, einfach über ihn hinweggehen. Entweder man hört bewusst weg, oder man bringt ihn zum Schweigen, in dem man tatsächlich sich etwas anderes auf die Ohren spielt. Z.B. per Kopfhören Musik direkt in die Ohren. (Ausprobieren! Ist echt witzig!)

Die rote Pille schlucken

Oder man “schluckt immer die rote Pille”. Ich habe mal bei Unilever im Marketing gearbeitet. Eine besonders erfolgreiche Marke ist “Axe” (Duschgel, Bodyspray, u.ä. für pubertierende Männer ;-)). Bei Axe gab es diese Grundansage, immer die rote Pille zu schlucken. Damit ist gemeint, immer wenn es zwei Optionen gibt, dann nehmen wir die, die uns aus der Komfortzone herausbringt.

Das Ende des inneren Kritikers

So kann es auch bei dem eigenen Kritiker gehen. Wenn er anfängt mit seinen Negativtiraden, sagst du dir streng und bestimmt: Schluss damit, wenn das also der unsichere Weg ist, das ist die rote Pille, die nehme ich. Und du gehst über ihn hinweg, ohne ihn zu Ende angehört zu haben.

Ich jedenfalls habe mittlerweile schon richtig Spaß daran gefunden, meinen inneren Kritiker herauszukitzeln – und eben per se ihm nicht die Show zu überlassen.

Liebe Greetz

Silja

Zeichnen unter Zeitdruck – und zwar auf der Spree!

Zeichnen unter Zeitdruck – und zwar auf der Spree!

Heute habe ich wieder einen Zeichentipp im Gepäck: Zeichnen unter Zeitdruck. Eine ideale Übung, um “mal wieder reinzukommen”. Die Skizzen werden zwar nicht superduper tauglich, um sie an die Wohnzimmerwand zu pinnen, aber – und das ist das Wichtige – du übst deinen “Strich” und dein Auge *zwinker*.

Am besten sucht man sich bewusst eine Situation, in der man keine Chance hat, wenn man nicht Vollgas gibt beim Zeichnen. Das kann im einfachsten Fall eine Fernsehsendung oder ein Youtube-Video sein. Es sollte schon eine Doku oder ein Interview sein, damit man zumindest ein paar mehr Blicke jeweils auf ein und dasselbe Motiv erhaschen kann. Aber es sollte auf jeden Fall irgendwie vorangehen, damit man unter Zeitdruck kommt. Noch besser natürlich ist es, etwas draußen zu zeichnen. Urban Sketching lässt grüßen.

Dieses Wochenende waren wir in unserer schönen Hauptstadt. So hatte ich das grandiose Glück, eine schöne Touri-Tour zu machen, nämlich eine Spree-Rundfahrt. Solltest du ebenfalls das Glück haben, in einer größeren Stadt zu wohnen, die Bootsrundfahrten oder Sightseeing-Busse aufwarten kann, vielleicht auch für dich eine Option. Oder eben beim nächsten Besuch…

So habe ich diese eine Spreerundfahrt genutzt, um mein Skizzenbuch zu bekritzeln. Echt eine Herausforderung. Manchmal war ich sogar ganz happy, wie ich mal den ein oder anderen Teil eines Gebäudes “erkennbar” hinbekommen habe…

…manchmal war ich enttäuscht, dass wir zu schnell an etwas schon vorbei waren oder dass mir keinerlei Kombination auf einer Seite gelungen war.

Zwischendurch handschriftliche Notizen finde ich schlicht schick – helfen ehrlich gesagt aber auch, später zu erinnern, was es war.

Nebenbei wird so eine Zeichensammlung eine erfrischende Abwechslung zu den schnell geknipsten Handyfotos und eine bleibende Erinnerung – wenn man mal wieder wie ich nicht dazu kommt, Fotos auszusuchen und zu entwickeln.

Auch interessant: wie viele Zeichnungen schafft man in so kurzer Zeit? Ich habe unsere einstündige Spreefahrt auf sechs Seiten im Skizzenbuch verewigt.

In jedem Fall habe ich etwas gelernt und mal wieder eine Momentaufnahme, wie aktuell mein Strich unter Zeitdruck aussieht. Komme ich mal wieder zu einer Bootstour in einer Stadt – mal sehen, wie es das nächste Mal läuft.

Liebste Greetz & einen guten Start in die Woche

Silja