Papierdiamanten – einfach schöner Weihnachtsschmuck

Papierdiamanten – einfach schöner Weihnachtsschmuck

Papierdiamanten sind eine wunderbare Bastelidee für Weihnachten. Weil: einfache Materialien, schnell gemacht, sogar für Kinder geeignet und schlicht-schick im Design. So stelle ich mir Weihnachtsschmuck im Skandi-Design vor.

Am Freitag fand die zweite “Craft Night” mit ein paar Freundinnen statt – aber ohne mich, da wir zu den Großeltern fuhren. Also musste ich heute schnell nachbasteln. Aus gutem Grund: ich habe dieses Jahr zum ersten Mal beim One Artsy Mama Ornament Exchange mitgemacht. Man bekommt eine craft-begeisterten Partner zugewiesen und bastelt für diesen einen Weihnachtsbaumschmuck. Lustige Idee – ausprobiert!

Die Druck-Vorlagen für diese Papierdiamanten gibt bei minieco. Und noch viel, viel mehr Vorlagen für geometrische Papiergebilde! Ich habe mir sofort ihr Buch “MiniEco: A Craft Book” bestellt. Ob das noch unter dem Weihnachtsbaum schafft, oder schon vorher bebastelt wird, weiß ich noch nicht…

Sind die nicht hübsch? Ich werd verrückt.. Ich habe 8 Papierdiamanten in 3 Stunden gebastelt! Geht doch, oder?

Hinweise zum Material für Papierdiamanten

Ganz einfaches Papier funktioniert (z.B. weißes Druckerpapier oder buntes Bastelpapier von Rossmann. Toll ist natürlich der gold- oder metallic-Look mit metallic-Farbenem Papier. Ich habe dieses verwendet: bronze-metallic-farbenes Papier.  Tatsächlich waren 310 g/qm etwas zu viel, aber die 80 g/qm des Kopierpapiers waren gerade noch gut. Am besten würde man etwas festeres Druckerpapier verwenden, von 100-120 g/qm.

Als Kleber habe ich es zunächst mit UHU Alleskleber versucht, der zog aber Fäden und ließ sich nicht fein genug positionieren und portionieren… wisst ihr, was ich meine? Dann kam der Pattex Sekundenkleber an den Start und hat wunderbar funktioniert.

Hinweise zum Basteln der Papierdiamanten

 

Das bronze-farbene Papier verweigerte mein Drucker. Wenn das Papier zu fest ist, einfach eine Form auf weißes Papier ausdrucken, ausschneiden und mit dem Lineal (nicht einfach so, das wird doch krumm und schief) die Ränder auf dem dicken Papier nachziehen.

Damit die Kniffe besser zu falten sind, was gerade bei den kleineren Varianten wichtig ist, damit es schön gerade und geometrisch wird, kann man diese mit einem Cutter ganz leicht einritzen, am besten auch wieder mit dem Lineal. Dann ist das Falten ruckizucki wunderschön gemacht.

Die Formen von miniEco sind genau zugewiesen. Man findet ein Bild, in dem die “Paper Gems” (=Papier-Diamanten) von A bis E durchnummeriert sind und dann weiter unten auf der Seite die Liste mit den Vorlagen – jeweils in groß (ein DIN A4 Blatt) oder klein (2 Formen je DIN A4 Blatt). Wirklich ganz toll aufbereitet und easy zu finden.

Wenn man das Garn oben in eine Öffnung mit ein lässt, muss man nicht die Löchlein ausstechen. Ich habe das Band meist mit einer kleinen Kugel beschwert, damit die Papierdiamanten noch besser nach unten hängen – weil schwerer, logisch…!

Beim Falten muss man schlicht die “Laschen” immer mit Klebepunkt versehen und dann der Reihe nach zudrücken. Ich habe ein bisschen probiert und gefunden, dass man am besten, zunächst immer einen “Deckel” schließt, dann den Mittelteil Seite für Seite befestigt und daran dann den unteren Deckel. Oder wenn es keinen unteren Deckel gibt (wie z.B. bei Variante A), dann eben die langen Seiten spitz schließen. Wie herum man arbeitet, hängt davon ab, ob du Rechts- oder Linkshänder bist. Ausprobieren – eine Seite geht bestimmt besser!

So, und jetzt verschicke ich einen Teil meiner Diamanten an eine kreative Frau aus den USA in Manassas. Ich muss mal gucken, wo das überhaupt ist. Und wer weiß, vielleicht hängen dann am Ende meine Papierdiamanten bei ihr. Ein paar bleiben aber natürlich auch bei mir und verzieren unsere Tischlampe. *zwinker*

Liebste Greetz

Silja

Verlinkt zu creadienstag.de

Handlettering Workshop “x-mas edition”

Handlettering Workshop “x-mas edition”

Es ist also soweit: ich möchte nicht nur online zum Kreativ Sein ermutigen. Sondern auch eine richtige “live” Workshop anbieten. Den Anfang machen Handlettering Workshops in Köln. Warum jeder Handlettering lernen kann (und sollte) und vor allem, wie so ein Workshop bei CREATIPSTER aussieht, zeige ich euch heute.

Warum jeder Handlettering lernen kann

Handlettering ist das schöne Zeichnen von Buchstaben und kreative Gestalten von Schriften. Es zu lernen hat so viele tolle Reize:

  • Es ist mit etwas Übung (und richtiger Anleitung *zwinker*) leicht zu lernen
  • Handlettering wirkt total entspannend – genau wie das Zeichnen – und kann der Achtsamkeit dienen. Weil man beim kreativ Sein so schön die linke Gehirnhälfte ausschaltet (erklärt Betty Edwards in “Garantiert Zeichnen lernen“, übrigens das erste Zeichenbuch, das ich geschenkt bekam)
  • Schon mit nur einigen Werkzeugen und kreativen Schriftstilen lassen sich wunderbare, persönliche Geschenke für Weihnachten (*zwinkerzwinker*), wie z.B. Karten oder Bilder mit schönen Zitaten zum Aufhängen gestalten.

Wenn du jetzt noch Fragezeichen vor Augen und Zweifel im Kopf hast, lies trotzdem weiter. Jetzt kommt das Ganze in schönen Bildern von meinem ersten Workshop.

Handlettering Workshop x-mas edition – wie das so war

An einem Samstagvormittag um 10 Uhr geht es los. Natürlich habe ich die Nacht zuvor fünfmal mit meinen Kindern irgendwie zu tun gehabt und bin entsprechend müde, aber total aufgeregt und neugierig auf den Workshop. Ruckzuck sind die Sachen gepackt, zu Knirpse & Komplizen rüber geschafft und dann gemütlich bei sanfter Kaffeehausmusik hergerichtet. Es kann losgehen!

Jeder bekommt ein Arbeitsheft und Profi-Stiftepaket

Um kurz vor 10 Uhr trudeln die ersten Teilnehmerinnen ein, wir trinken noch einen Kaffee, dann sucht sich jede ihren Platz an dem langen weißen Tisch – mit Sternchendecke, ist ja Weihnachtszeit.

Auf ihrem Platz findet jede ein Päckchen Stifte, genau genommen vier:

  • einen professionellen Fineliner mit dokumentenechter Tinte mit dünner, fester Mine
  • einen schwarzen Marker
  • einen professionellen, japanischen Pinselstift
  • einen Zeichen-Bleistift

Darunter schlummert ein kleiner Schatz: das “Handlettering Liebe” Arbeitsheft. Dieses Arbeitsheft enthält die wichtigsten Kniffe, technischen Grundlagen, Warm-Up-Übungen, Materialkunde, Beispielalphabete, Verzierungen, Weihnachtsmotive, Beispielwörter und Kompositionshinsweise – von mir extra zusammengestellt und liebevoll gestaltet.

Natürlich dürfen alle Teilnehmer sowohl Arbeitsheft als auch Stifte für ihr ganzes weiteres Handlettering-Leben mit nach Hause nehmen. Schließlich legen wir heute den Grundstein, aber geübt und gestaltet wird danach weiter.

Wir legen direkt los

Nach einer kurzen Vorstellung, damit auch jeder weiß, wer da so mitkritzelt, steigen wir direkt ein in die ersten Übungen. Wir schreiben unsere Namen mit einem besonderen, effektvollen (aber total einfachen) Schriftstil in die Hefte und verabschieden uns (für heute) von unserer normalen Handschrift.

Es folgenden komprimiert die wichtigsten technischen Grundlagen – aber immer parallel zu einer kleinen Übung. Denn dies ist kein Vortrag, sondern ein Workshop – jeder muss arbeiten! Nein, Scherz, jeder ist eingeladen aktiv zu werden. Und nimmt dies glücklicherweise auch wahr.

Ich bin total begeistert: die Teilnehmerinnen lassen die Stifte nicht einmal fallen, wenn das neue Thema kommt. Stattdessen probieren sie immer sofort mit aus, noch während ich am Projektor vorzeichne, was wir machen wollen.

Zunächst arbeiten wir mit dem Sakura Fineliner, dann erkunden wir den Pinselstift (Brush Pen) mit ersten Aufwärmschwüngen.

Fürs leibliche Wohl…

ist natürlich gesorgt. Kaffee, Tee und Wasser, aber auch Brezeln, Streuselschnecken (Danke, Kathi!) und Spekulatius finden ihren Weg in unsere Mägen.

Brush Lettering lernen

Um elf Uhr haben wir die ersten fünf Übungen schon hinter uns und sind so mitten drin. Jetzt geht es an das Brush Lettering, eine moderne Form der Kalligraphie. Wie in der klassischen Kalligraphie zeichnet beim Brush Lettering die Linien aus, dass sie in dem Kontrast variieren. Dicke Linien wechseln sich mit elegant zarten Linien ab. Man erreicht dies durch unterschiedlich starken Druck auf die besondere Pinselspitze des Schreibwerkzeugs.

Wir erlernen die verschiedenen Formen mithilfe eines Tombow Fudenosuke Stiftes. Das erste Alphabet wird konzentriert geschrieben.

Diese wunderbaren Bilder hat übrigens Linda Duschek, selbst Teilnehmerin, so nebenbei (!) mal gemacht. Tssss… Fotografin müsste man sein! Ihre tollen Kinder- und Familienporträts kann man hier anschauen und buchen… *zwinker*. Liebe Linda, die Fotos sind mega mega hübsch und zeigen so toll dieses wunderbare Ambiente und mit wie viel Leidenschaft ihr alle beim Erlernen des Handlettering dabei wart. Tausendmillionenfach Danke!

Block Lettering und illustrative Verzierungen

Nach einer kurzen Mittags-Snack-Pause geht es weiter mit kreativen Schriften. Block Lettering und wir man es nutzen kann, z.B. für Beschriftungen oder Kommentare in Illustrationen. Wie man Rahmen zeichnen kann, ein kleines Monogramm oder oder oder…

Ein eigenes Lettering gestalten

Die letzte Stunde dieses Intensivkurses gehört der eigenen Kreativität. Jetzt wo wir einen Strauß an Werkzeugen, Elementen und Schriftstilen gelernt haben, sucht sich jeder ein eigenes Projekt, z.B. eine Weihnachtskarte oder ein Türschild für die Tochter aus.

Wer mag, mit dem berate ich, wie die Schriftgrößen am besten harmonieren, welche Verzierungen oder Rahmen schick sein könnten, welche Farben passen.

Am Ende hat jede ein eigenes Lettering gestaltet.

Nur Linda steht natürlich wieder hinter der Kamera.

Hach, was war das für ein wunderbarer Workshop! Vielen Dank an die liebe Julia, Nele, Kathi, Ricarda und Habiba, dass ihr zum einen dabei wart und zum anderen euch bereit erklärt habt, dass ich die Fotos von Linda hier veröffentlichen darf. Ich bin immer noch total gerührt und so so happy, dass diese Workshops nun losgehen.

Die nächsten Workshop Handlettering Termine

Eigentlich wollte ich erstmal nur einen Workshop im Dezember noch machen, aber ich hatte so schnell die ersten Anmeldungen, dass ich jetzt noch einen weiteren Termin für den “Handlettering Workshop x-mas edition” angesetzt habe:

Samstag, 9.12.2017 – 10 – 14 Uhr — ACHTUNG: nur noch 2 Plätze

Samstag, 16.12.2017 – 10 – 14 Uhr — noch 5 Plätze

Wer interessiert ist, hüpft jetzt bitte noch schnell zur Handlettering-Workshop-Seite rüber und trägt seinen Namen in die Interessenten-E-Mail-Felder ein.

Es grüßt euch weihnachtlich und glücklich

Silja

 

 

Mit welchem Handlettering Buch beginnen? Meine 5 Favoriten

Mit welchem Handlettering Buch beginnen? Meine 5 Favoriten

Hier starte ich, euch meine fünf liebsten und besten Handlettering Bücher vorzustellen. Vielleicht spielt der ein oder andere von euch mit dem Gedanken, mit dem Handlettering anfangen zu wollen. Für jeden ist was dabei: ob Anfänger oder schon halber Profi. Aber für wen welches am besten geeignet ist, lest am besten selbst.

Seit 2014 lerne und übe ich Handlettering. Man lernt da zum Glück nie aus. Es gibt immer einen neuen Stil, neue Werkzeuge und neue DIY Projekte, die man man Handlettering aufpimpen kann. Ein fantastisches Hobby. Oder Leidenschaft. Oder beides.

Mein erster Favorit an Handlettering Büchern ist

Lust auf Lettering von Martina Flor

“Lust auf Lettering” von der Handlettering Künstlerin Martina Flor hat mein Mann für mich entdeckt und mir letztes Jahr zu Weihnachten unters Bäumchen gelegt. Ein fantastisches Geschenk! Die besinnlichen (wenn auch ob der Kinder wenigen) Stunden am ersten und zweiten Weihnachtstag, wenn der größte Trubel vorbei ist und man sich mit einem Tee in der Hand und einer Wolldecke über den Beinen seine Geschenke anschaut, verbrachte ich allesamt mit diesem schönen Buch. (Und viele weitere im vergangenen Jahr auch an meinem Schreibtisch.)

Martina Flor ist eine in Buenos Aires geborene und jetzt in Berlin lebende Lettering Designerin. Sie ist Designerin und Illustratorin und lehrt in Workshops und an Universitäten das Zeichnen von Buchstaben. Ich meine hallo! Ich liebe Argentinien (da ich da ein halbes Jahr studieren durfte) und ich liebe Berlin (weil es so kreativ und lebendig ist). Und ich liebe Design und Illustration. Ganz klar musste ich mich auch in das Buch von Martina Flor verlieben.

Aber Scherz beiseite (war aber kein Scherz) hier kommen die Facts:

Was ist der Schwerpunkt des Handlettering Buches?

“Lust auf Lettering” lehrt dich, deinen eigenen Weg im Lettering Design zu gehen. Es gibt ganz viel Theorie – aber toll und höchst anschaulich verpackt. Du schulst dein Lettering Auge. Du wirst inspiriert, Buchstaben in allen möglichen Varianten zu zeichnen – ohne dass es auch nur eine einzige konkrete Übung gibt. Martina Flor nimmt dich nicht wie ein Kind an die Hand, sondern erklärt dir auf Augenhöhe was Lettering Design ist, in der Hoffnung, dass du es aufsaugst, und es dir selbst aus Neugierde erarbeitest. Weitergehend gibt es für die Designer unter euch, die vielleicht sogar ihr Geld damit verdienen wollen, wertvolle Tipps für das Arbeiten an Lettering-Aufträgen.

Für wen ist “Lust auf Lettering” geeignet?

Am besten geeignet ist dieses Buch für Leute, die möglicherweise schon ein bisschen Erfahrung mit Grafik Design oder Illustration gemacht haben. Also eher ambitionierte Hobby-Designer, Studenten oder professionelle Designer, die aber noch nichts mit Handlettering am Hut hatten. Nichtsdestotrotz kann auch ein Anfänger dieses Buch nutzen, nämlich um die Tiefen der Buchstabenarten einzusteigen und die Weiten zu entdecken, um von Beginn an seinen ganz eigenen Stil zu entwickeln statt anderer Leute Alphabete zu kopieren.

Wer also nicht so gern “an die Hand genommen wird”, sondern selbst auf Entdeckertour gehen mag, der ist bei “Lust auf Lettering” richtig.

Der Ton des Buches ist …leidenschaftlich professionell

Martina Flor beschreibt wirklich die Tiefen des Hand Lettering mit großer Leidenschaft, aber nicht rosa-rot emotional, sondern total professionell. Von Designer zu Designer.

Was du am Ende kannst

Wenn du Lust auf Lettering gelesen hast, kennst du das A und O des Handlettering – von der Theorie der Buchstabenformen bist zur Arbeit an Kundenaufträgen. Aber du musst es dir dann noch selbst erarbeiten. Selbst Übungen überlegen, auf Entdeckungsreise gehen, ausprobieren, raus auf die Straße und die Beschriftungen deiner Stadt unter die Lupe nehmen und daraus neue Schriften entwickeln. Wenn du mit dem Buch selbst an dir gearbeitet hast, kannst du als Lettering Designer für andere arbeiten. Nicht schlecht, was?

Hier ein Einblick von Martina Flor, wie sie das Lettering Design auf dem Buch-Cover Schritt-für-Schritt gestaltet hat.

“Lust auf Lettering” in 3 Wörtern

Professionell – leidenschaftlich – Arbeitsanstöße gebend

Oder in einen Satz gepackt: Ein professionelles Kompendium für das Handlettering, mit Leidenschaft erzählt und Arbeits- und Denkanstöße gebend, um uns zum selbst Denken, Hinterfragen und Ausprobieren anzuregen.

Dieses wunderschöne Handlettering Buch gibt es für ca. 30 EUR zum Beispiel bei Amazon.

Das nächste Buch, das ich euch vorstelle, wird “Handlettering Alphabete” von Tanja “Frau Hölle” Capell sein. Schaut am besten in ein paar Tagen wieder vorbei.

Liebste Greetz

Silja

Eine kleine Dankeskarte

Eine kleine Dankeskarte

Ich wollte einfach mal Danke sagen. Und das sage ich natürlich nicht mit Worten, sondern mit kleinen Zeichnungen. Auf einer Karte, wo sonst. Und hier zeige ich euch, wie einfach das gehen kann. Denn es gibt immer jemanden, der uns gerade mal geholfen hat, zur Seite stand, ein gutes Wort gegeben hat. Aber das vergesse ich manchmal im Alltag zu sagen. Deswegen hilft so eine Karte, es sich bewusst zu machen und dann demjenigen zu sagen. Also zu geben. Die Karte. Was sonst?

Eine liebevolle Dankeskarte für jemand Besonderes

Es gibt einen Menschen, dem ich schon länger nicht mehr wirklich Danke gesagt habe. Er unterstützt mich bei meinen kreativen Vorhaben. Tatsächlich hat er den Stein überhaupt ins Rollen gebracht. Ich weiß gar nicht mehr, wie er darauf kam, aber zu Weihnachten 2008 oder 2009 schenkte er mir eine Staffelei und das Buch “Garantiert zeichnen lernen” von Betty Edwards. Mein erstes Zeichenbuch. Es startete meine Rückkehr zum Zeichnen und Malen.

Dieser besondere Mensch ist mein Traummann. Und glücklicherweise auch Ehemann. 😉 Er ist mein größter Fan und Befürworter meines kreativen Schaffens. Ohne ich wäre ich längst nicht so weit gekommen. Er ermutigt mich immer, ist immer begeistert von meinen Projekten, liest meine Artikel kritisch und gibt mir die besten Tipps.

Ich will einfach mal wieder Dankeschön sagen. Und da es schon nach 22 Uhr abends ist, als ich diesen Entschluss fasse, muss es relativ simpel sein. Aber dennoch besonders!

Was die Karte besonders macht, sind nicht die Zeichnungen, sondern die Gedanken dahinter. Was würde diese Person denn erfreuen? Was für Farben, Designs oder Motive mag sie? Gibt es etwas, das mich besonders mit ihr verbindet? Wofür will ich danken? Kann ich davon etwas oder das was es in mir bewirkt ausdrücken?

Solche Fragen habe ich mir zunächst gestellt. Denn das Besondere, diese Karte soll ein Unikat werden. Nur für eine Person. Oder vielleicht für einen Personenkreis, der mir bei etwas geholfen hat.

 

Material für eine Karte

Dann suchte ich das Material zusammen: ein Skizzenbuch für eben die Skizzen, Fineliner (meine Lieblinge von Micron in verschiedenen Breiten) und farbige Filzstifte von Tombow – und zwar in Farben, von denen ich denke, das sie der Person, die ich im Kopf habe, gefallen würden.

Die Karte gestalten

Zunächst habe ich einfach Ideen per Skizzen in meinem Skizzenbuch gesammelt. Ziemlich schnell war mir klar, dass ich einfach Bilder von meinem “Kreativ-Sein” zeigen wollte. Also wurden es Pinsel, Stifte und Ähnliches.

Dann ging es nach ein paar Minuten schon an die weiße Blanko-Karte.

Zunächst habe ich einen Rand um die Karte gezogen, damit das Bild nicht zu sehr an die Kanten ragt. Außerdem habe ich ein paar Felder markiert, um die kleineren Bilder in diese anzuordnen.

Die Pinsel, Stifte und anderen Dinge malte ich also in diese Felder.

Das Ganze dann mit schwarzem Fineliner nachziehen…

… und colorieren. Ich habe zunächst mit hellblau einen Rand um das Bild gezogen.

Jetzt der schönste Teil, oder naja, alles ist schön… das Ausmalen. Einfach nach Lust und Laune die Doodle-Zeichnungen einfärben. Das kann ruhig recht ungenau sein.

Tipp: nicht zu viele Farben, sondern eine “Farbpalette” vorher festlegen. Also ruhig nur 2-3 Farben, maximal 5 oder 6 auswählen, die farblich harmonieren.

Zuletzt eine kleine Beschriftung mit einem schlichten “Danke”.

Tipp, wenn es schnell gehen soll: die Mitte des Wortes – hier das “N” von “Danke” als erstes mittig platzieren und dann den Rest des Wortes links und rechts ergänzen. Dann landet es in der Mitte, ohne vorher eine Bleistiftskizze ausprobiert zu haben.

Und fertig ist die Karte! Zumindest von außen. Jetzt muss ich natürlich noch was Nettes hinein schreiben.

Tipp: Wirklich so im Ganzen eine runde Sache wird draus, wenn man auch auf der Rückseite ein kleines passendes Doodle aufzeichnet und evtl. sogar auf den Umschlag. 😉

Liebste Greetz

Silja

Verlinkt zu creadienstag

Warum die Welt (oder halt Köln) noch einen Handlettering Workshop braucht

Warum die Welt (oder halt Köln) noch einen Handlettering Workshop braucht

Es ist soweit! Yay!

Ich mache jetzt schon seit Jahren Hand Lettering, habe dutzende Bücher und Kurse besucht, Karten für Freunde, für uns und zu Festlichkeiten gestaltet. Just for fun Sprüche gelettert und etliche Materialien ausprobiert. Jetzt will ich mein Wissen weitergeben. Das heißt, ich plane Kreativworkshops zu geben. Für jede und jeden, die Spaß am kreativ Sein und vor allem schönen Schreiben haben. Für alle, die Lust haben, sich eine zweite Handschrift – und zwar in schön – zuzulegen, um damit Karten gestalten zu können, schöne Dankesnotizen zu schreiben oder Umschläge schick zu beschriften. Für alle, die mal raus wollen aus dem Alltag aus Medienkonsum und dem schlichten Hacken in die Tasten. Endlich mal wieder für ein paar Stunden offline sein wollen, so richtig phyisch mit Stift und Papier etwas Greifbares erschaffen wollen.

Wieso jetzt Kurse?

Meine liebe Freundin Juliane hat im Juli einen tollen Laden im Belgischen Viertel in Köln eröffnet: Knirpse & Komplizen. Sie schafft dort einen Treffpunkt für junge Mamas mit ihren Kinderm im Veedel. Es gibt Babykurse und Kurse für Erwachsene. Ich selbst habe diese Woche den “Erste Hilfe für Babys und Kleinkinder”-Kurs besucht. Die Räumlichkeiten sind modern und wunderschön eingerichtet. Ein Ort zum Wohlfühlen und zur Ruhe kommen.

Ich erzählte Juliane von meiner Idee, dass ich “vielleicht irgendwann mal Kurse mit was Kreativem” geben möchte, um Leute auch “in echt” und nicht nur auf meinem Blog zum Kreativ Sein zu ermutigen. Dass ich glaube, ich könne mit Ideen und Techniken Leute inspirieren, endlich mal oder auch mal wieder kreativ zu werden. Da grinste Juliane und sagte frech: “Das ist eine super Idee. Mach das doch hier.”

Seit unserem Gespräch sind nur ein paar Wochen vergangen, aber ich habe schon so viele Ideen, wie man mit möglichst einfachen Übungen schöne Ergebnisse erzielen kann. Ebenfalls diese Woche habe ich mir von meinem Arbeitgeber das OK geholt. Denn wie ihr wisst, ist mein großes Anliegen auch, zu zeigen, dass man neben dem eigentlichen (und vielleicht ganz anders gelagertem) Beruf kreativ sein kann.

Warum nicht nur Künstler und Grafiker kreativ sein sollten

Kreativ sein ist nicht nur Grafikern, Künstlern und besonders talentierten Ausnahmemenchen vergönnt. Das ist Quatsch. Das sind vielleicht die, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Aber das heißt nicht, dass nicht jeder andere auch sich am kreativen Schaffen erfreuen sollte.

Anfang des Jahres habe ich eine Umfrage zum Thema “Kreativ Sein” gemacht. Viele haben darin beschrieben, welch ein tolles Gefühl es ist, wenn man etwas Kreatives tut. Dass es eine ganz besondere Freude wäre, man dieses tiefe Glück spüre und ganz nah bei sich und präsent im Moment “da” sei. Andere nannten den Begriff “Flow”, das dieses intensive, glückliche Gefühl beschreibt, wenn man voll und ganz in einem Thema oder einer Tätigkeit steckt, es sich wie kindliches Spielen oder energiegeladenes Tun anfühlt. Wieder andere fühlen sich frei, wenn sie kreativ sind.

Ich konnte mich so wiederfinden in den Kommentaren. Seit ungefähr vier Jahren nun, aber im Prinzip solange ich denken kann, bin ich ganz regelmäßig kreativ. Ich zeichne jeden Tag, trage immer ein kleinen Skizzenbuch und Stifte bei mir und habe wie gesagt, unzählige Kurse besucht und Bücher bearbeitet. Das alles neben meinem Beruf und Familie. In kleinen Dosen, die auch in einen vollgepackten Tag passen. Und es macht mich glücklich!

Kreativität, um die Zeit achtsam zu erleben und festzuhalten

Nur wenn ich regelmäßig etwas Kreatives Schaffe, bin ich ausgeglichen. Außerdem kommt es mir so vor, als würde ich meine Zeit besser nutzen. Ihr kennt doch sicher dieses Gefühl, dass jedes Jahr sich kürzer anfühlt? Die Zeit – gerade mit so kleinen Kindern zu Hause – rast. Wenn ich zeichne und die Skizzen mit schönen Beschriftungen versehe, bin ich zum einen im Moment selbst ganz präsent. Zudem kreiiere ich physiche Erinnerungsstücke. Ich kann durch die Skizzenbücher des vergangenen Jahres blättern und erinnere mich an die Momenten mit meiner Familie wieder ganz lebhaft. Eine Skizze braucht mehr Zeit als ein Foto, aber dafür brennt sich der Moment stärker in meinen Kopf ein.

Hier blättere ich zum Beispiel durch mein Skizzenbuch, das ich komplett in unserem Urlaub in Barcelona im März gefüllt habe.

Der Kunst liegt in den Schaffensritualen

Meine Bekannte Katja schreibt den Blog und Newsletter “Montagsimpulse”. Jeden Montag gibt sie einen Impuls für eine kleine Änderung im Alltag oder Denkaufgabe, mit der man sich selbst reflektieren kann. Diese Woche hat sie über kreative Schaffensrituale geschrieben. Das Kreativ Sein brauche ein festes Ritual oder einen festen Raum. Denn es lauerten so viele Kreativitätskiller um uns herum, dass wir schnell abgelenkt werden, und dann doch dies und jenes erledigen, obwohl wir eigentlich gerade etwas Kreatives machen wollten. Das kann ich total bestätigen. Ich schaffe es seit 13 Monaten, jeden Tag mindestens 10 Minuten zu zeichnen. Das ist mein festes Ritual. Vielleicht kann mein Workshop für andere so ein erster fester Raum sein, in dem man sich völlig auf die kreative Technik “Handlettering” fokussiert.

Ich fühle mich so gut, seitdem ich richtig zeichne, illustriere und lettere. Das möchte ich Leuten, die ebenfalls sich nach einer kreativen Seite (neben Alltag und dem Beruf) sehnen. Die sich sehnen nach diesem Gefühl wie als Kind beim Spielen.

Startschuss für einen weihnachtlichen Handlettering Workshop

Für den Anfang wird das ein Handlettering Workhop in der Weihnachtszeit. So kann man die kreativen Projekte direkt nutzen, zum Beispiel als Geschenk oder als Weihnachtskarte zum Verschicken.

Mehr in Kürze zu meinem…

Liebste Greetz

Silja